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Drei Schweizer Teams wollen in die Gruppenphase

Zwei gute und eine weniger gute Ausgangslage warten auf die drei Schweizer Vertreter in den Playoff-Rückspielen der Europa League. Die geringsten Chancen auf den Einzug in die Gruppenphase hat Thun.

Die Young Boys benötigen nach dem 0:0 im Hinspiel ab 19.30 Uhr gegen den letzten Finalisten Sporting Braga einen Sieg, um sich für die Gruppenphase der Europa League zu qualifizieren. Trainer Christian Gross will auf Nummer sicher gehen: "Ein 1:0-Sieg würde zwar zum Weiterkommen reichen, ich will aber sicher zwei Treffer von uns sehen", fordert der YB-Chefcoach von seiner Mannschaft im Stade de Suisse einen dominanten Auftritt von Beginn an.

Im Gegensatz zum Hinspiel muss YB auf den gesperrten Innenverteidiger Nef verzichten. Für ihn wird der U21-Internationale François Affolter neben Dusan Veskovac verteidigen. Affolter kam in Braga in der Schlussphase zum Kurzeinsatz und hätte in den letzten Sekunden beinahe noch das Siegtor für YB erzielt. Im Tor wird wie schon gegen Thun der von seiner Daumenverletzung genesene Stammgoalie Marco Wölfli stehen. Ivan Benito, der als Stellvertreter gegen die Grasshoppers (3:0) und in Braga ohne Gegentreffer geblieben war, muss zurück auf die Ersatzbank.

Sions Zufriedenheit

Der FC Sion kann mit den ersten Wochen der laufenden Saison zufrieden sein. Er befindet sich auf Kurs. In der Meisterschaft stehen die Walliser nach sechs Runden auf dem 3. Platz und in der Europa League könnte nach drei misslungenen Versuchen (2006, 2007, 2009) erstmals der Einzug in die Gruppenphase gelingen. Das 0:0 im Hinspiel im Hexenkessel Celtic Park ist definitiv kein Nachteil für die Reprise. Für Captain Goran Obradovic ist das derzeitige Team das beste, seit er in Sitten unter Vertrag steht, also seit 2005. Alles sei gegeben, um im Europacup zu reüssieren.

Obradovic und Trainer Laurent Roussey sind sich einig, dass der Mannschaft in Glasgow eine taktisch starke Leistung gelungen ist. "Das ist der Schlüssel, um auf internationaler Ebene zu bestehen", weiss Obradovic. Der Serbe, der 2002 mit dem damals von Lucien Favre trainierten Servette die Achtelfinals des UEFA-Cup erreichte, hütet sich aber davor, euphorisch zu werden: "Die Chancen stehen 50:50. Celtic, das nur eine der letzten 20 Auswärtspartien im Europacup gewonnen hat, wird wegen der nicht eingehaltenen Transfersperre von Sion wie bereits vor einer Woche unter Protest spielen.

Thun mit dem Rücken zur Wand

Thun braucht in den englischen Midlands ein kleines Fussball-Wunder, um in die Gruppenphase einzuziehen. Nach dem 0:1 im Hinspiel benötigt der ASL-Leader auswärts gegen Stoke City (20.45 Uhr) einen Sieg und zwei Tore. Ein Blick auf die Statistik zeigt, wie schwierig das Unterfangen für die Thuner wird. Erst einmal gewann ein Schweizer Team eine Europacup-Partie gegen ein englisches Team auf britischem Boden. Vor knapp 30 Jahren bezwangen die Grasshoppers im UEFA-Cup West Bromwich Albion 3:1 und zogen in die 2. Runde ein. Hinzu kommt, dass Thuns heutiger Gegner über eine exzellente Defensivabteilung verfügt. In fünf Pflichtspielen kassierten die "Potters" in dieser Saison erst ein Gegentor: am letzten Sonntag beim 1:1 auswärts gegen Aufsteiger Norwich.

Vor dem Abflug am Flughafen Bern-Belp fehlten die Visa des Tunesiers Saïf Ghezal und des Ivorers Sekou Sanogo. Eine Kurierfirma hätte die von der englischen Botschaft in Paris ausgestellten Papiere gestern Morgen um 9 Uhr am Flughafen in Belp abliefern sollen. Da diese nicht pünktlich eintrafen, blieben die beiden Spieler in der Schweiz zurück und reisten erst am Abend in den englischen Norden nach, weswegen sie das Abschlusstraining verpassten. Zumindest mit einem Einsatz Ghezals ist zu rechnen. Der tunesische Verteidiger dürfte erneut den am Knie verletzten Stipe Matic vertreten. Nicht mit von der Partie ist Torhüter David Da Costa, Thuns Matchwinner gegen YB, der aufgrund seiner roten Karte im Hinspiel gesperrt ist. Für ihn kommt Dragan Djukic zu seiner Saisonpremiere.

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