«Jeder Profi spielt gerne in Bern»

Trevor Meier

Trevor Meier absolviert im Schweizer Eishockey eine Tour de Suisse. Bern ist für den 35-jährigen Kanada-Schweizer nach einem ersten Gastspiel von 1994 bis 1997 der sechste – vielleicht auch letzte – Etappenort als NLA-Profi.

Herisau, Bern, Lugano, Lausanne, Langnau, Zug – das sind die Stationen, die Flügelstürmer Trevor Meier in seiner bisherigen Profikarriere «angefahren» hat. In 17 Saisons kamen dabei für den in Ontario (Ka) geborenen kanadisch-schweizerischen Doppelbürger 741 Partien zusammen. Trevor Meier feierte 1997 mit dem SCB seinen ersten Meistertitel – Chefcoach war damals der später bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommene Brian Lefley. Gates Orlando war die markanteste Spielerpersönlichkeit im damaligen Meisterteam, und Verteidiger Sven Leuenberger, heute Sportchef des SC Bern, war Teamkollege von Trevor Meier. Nach seinem ersten Meistertitel wechselte der unermüdliche Kämpfer mit der Dressnummer 25 für vier Saisons zum HC Lugano. Mit den Tessinern feierte er 1999 (erneut mit Orlando als Teamstütze) seinen zweiten Meistertitel.

Rückkehr des Rollenspielers

Dass Trevor Meier nach Engagements bei Lausanne (3 Saisons), den SCL Tigers (2) und Zug (2) im letzten Frühjahr beim SCB einen Zweijahresvertrag unterschrieb, kam selbst für die vielen Fans des mit einem sprichwörtlichen Torriecher ausgestatteten Flügelstürmers überraschend. Mit 21 Toren in 54 Partien bestritt Trevor Meier in Zug eine gute zweite Saison, doch die EVZ-Verantwortlichen wollten den Vertrag mit dem Kanada-Schweizer trotzdem nicht verlängern.

«Wir haben Trevor als Rollenspieler verpflichtet, er hat in seiner langen Karriere bewiesen, dass er für das Team auf fast allen Positionen sehr wertvoll ist», schätzt Sportchef Sven Leuenberger die Qualitäten der Nummer 25.

Und für den Rückkehrer selbst waren es nicht nur die guten Erinnerungen, die ihn nochmals Bern als Etappenort seiner persönlichen Tour de Suisse auswählen liessen: «Jeder Profi spielt gerne in Bern, für diese sehr professionell geführte Organisation mit dem begeisterungsfähigen Publikum.» Trevor Meier verheimlicht nicht, dass er mit dem SCB «gerne nochmals einen Meistertitel feiern möchte. Doch der Weg ist noch lange und hart», weist er sofort auf die vielen Hürden hin, die der SCB im Verlaufe dieser Qualifikation noch zu überspringen hat. Dass heute (19.45 Uhr, Postfinance-Arena) mit den Rapperswil-Jona Lakers ein Team nach Bern kommt, gegen welches von den Bernern ein weiterer Sieg erwartet wird, weiss auch Trevor Meier: «Grundsätzlich ist jedes Spiel gefährlich, und wir sind verpflichtet, den Gegner ernst zu nehmen, andernfalls erleben wir eine böse Überraschung.»

Berner Zeitung

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