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Didier Cuche und Ariella Kaeslin Sportler des Jahres

Sensation an den Sports Awards: Nicht Roger Federer, Dario Cologna oder Fabian Cancellara, sondern Didier Cuche wurde Schweizer Sportler des Jahres.

Bei den Frauen doppelte die Vorjahressiegerin Arielle Kaeslin nach.

An den "Credit Suisse Sports Awards" in der Basler St. Jakobshalle hatte lange Zeit alles den erwarteten Lauf genommen.

Dann um 22.18 Uhr die riesige Überraschung: Keiner aus dem Trio Roger Federer/Dario Cologna/Fabian Cancellara wurde zum Sportler des Jahres gewählt, sondern Didier Cuche.

Bei den Frauen triumphierte wie im letzten Jahr Ariella Kaeslin. Grund zum Feiern hatten auch die Langläufer. Dario Cologna erhielt den Preis für den Newcomer des Jahres und sein norwegischer Trainer Fredrik Aukland jenen für den Trainer des Jahres.

Weitere Awards gingen an die Eishockey-Organisation der ZSC Lions für das Team des Jahres und an den legendären Behindertensportler Heinz Frei. Einen Ehrenpreis durften jene jungen Fussballer entgegen nehmen, welche kürzlich in Nigeria dem SFV den ersten WM-Titel in seiner Verbandsgeschichte beschert hatten. Die U17-Helden von Dany Ryser kommen aus terminologischen Gründen für einen Award erst 2010 in Frage, was vielerorts Unverständnis hervorgerufen hat. Ansonsten blieben "König Fussball" nur Brosamen.

Bei den Männern hatte man im wahrsten Sinne des Ausdrucks die Qual der Wahl. Die Dichte an der Spitze war beeindruckend - eine Kandidatenliste so hochwertig wie wohl noch nie präsentierte sich der Sportschweiz. Top-Cracks wie die Weltklasse-Skispringer Simon Ammann und Andreas Küttel gehörten nicht einmal zu den zehn Nominierten.

Gerechnet hatte man, dass Federer nach einer weiteren Traum-Saison mit dem fünften Sports-Awards-Titel zum Rekordhalter bei den Männern aufsteigen würde. Man dachte, dass vielleicht Titelverteidiger Cancellara oder Cologna dem Tennis-Maestro den Platz an der Sonne würden streitig machen können. Doch viele Experten wurden auf dem falschen Fuss erwischt. Schliesslich strahlte Didier Cuche, der Kämpfer aus dem Kanton Neuenburg. Er hatte einen Vorsprung von knapp einem Prozent auf Federer.

Ariella Kaeslin stand nicht überraschend erneut am höchsten in der Gunst der nationalen Sportkonsumenten. In sämtlichen Abstimmungen hatte sie die Nase vorne. Lara Gut und Simone Niggli-Luder, die ebenfalls zum Favoritenkreis gezählt worden waren, konnten Kaeslin nicht ganz das Wasser reichen. Die momentan verletzte Gut hatte 2008 bei den Newcomern obenaus geschwungen. Und Niggli-Luder verpasste es, eine Serie fortzusetzen. Die Berner Orientierungsläuferin hatte in den letzten drei ungeraden Jahren jedes Mal den Award beim weiblichen Geschlecht davongetragen.

An den ZSC Lions führte bei den Teams aufgrund der Grosserfolge in der Champions Hockey League und im Victoria Cup kein Weg vorbei. Sie wiesen in der Endabrechung drei Prozentpunkte mehr auf als die Fussball-Nati und traten die Nachfolge des mit Olympia-Gold dekorierten Tennis-Doppels Federer/Wawrinka an. Auf dem 3. Platz folgte mit einem gewissen Abstand der FC Zürich.

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