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Der Schweizer stolperte im Schlussaufstieg -- Rang 24

Für den Weltcupleader Dario Cologna endete an den WM in Oslo die Verfolgung (15 km klassisch/15 km skating) mit Rang 24 und einer grossen Enttäuschung. Gold gewann Petter Northug (No).

Die Entscheidung zu Ungunsten des Bündners vor über 50 000 Zuschauern fiel im Aufstieg 2 km vor dem Ziel. Cologna liess sich im Feld einklemmen und fädelte beim Ausscheren ein. Nach diesem Stolperer war für ihn das Rennen vorbei. Während die Spitze unter dem Tempodiktat von Northug und Sprintweltmeister Marcus Hellner (Sd) dem Ziel entgegen brauste, winkte der Schweizer ab und trudelte mit 54 Sekunden Rückstand im Ziel ein. Remo Fischer und Toni Livers belegten die Plätze 33 (2:55 Rückstand) und 54 (5:55).

Langlauf-König Northug verteidigte seinen Titeln von Liberec 2009 erfolgreich in 1:14:10 und gewann nach Sprintsilber zum ersten Mal Gold am Holmenkollen. Silber gewann Maxim Wilegschanin (0,7 Sekunden zurück) vor seinem russischen Teamkollegen Ilija Tschernousow (1,2).

Unmittelbar nach dem Wechsel auf die Skatingski hatte Alex Harvey (Ka) angegriffen und ein Loch aufgerissen. Zeitweise wuchs der Vorsprung auf 15 Sekunden an. 5 km vor dem Ziel drückten hinten Cologna und andere Läufer, die sich nicht auf einen Sprint einlassen wollten, aufs Gaspedal. "Ich habe in dieser Phase wohl zuviel Kraft verpufft. Vielleicht hätte ich nicht so offensiv laufen sollen", sagte der Schweizer, der 2009 in Liberec und letztes Jahr an den Olympischen Spielen in der Verfolgung wegen schlechten Materials keine Chance gehabt hatte.

Colognas Effort führte vor der letzten 3,75-km-Schlaufe zum Zusammenschluss. Northug zeigte sich in diesem Moment erstmals in der Spitze, unmittelbar vor Cologna. Auf der ersten Streckehälfte hatten zunächst die Klassisch-Spezialisten Martin Johnsrud Sundby (No), Daniel Rickardsson (Sd) oder Tobias Angerer (De) versucht, eine Zäsur herbeizuführen. Doch so richtig trennte sich die Spreu vom Weizen noch nicht. Immerhin bekundete Verfolgungs-Olympiasieger und Sprint-Weltmeister Marcus Hellner (Sd) Mühe. Rickardsson liess sich analog zum Radsport sogar zurückfallen, um den schwedischen Teamleader in der Spitzengruppe, die 30 Läufer umfasste, zu halten. Vergebens: die 20 Sekunden Rückstand in der Wechselbox erwiesen sich letztlich als vorentscheidendes Handicap. Hellner verliessen auf der Zielgeraden die Kräfte; er wurde Sechster.

Sorgen im Hinblick auf die Staffelwettkampf bereitet Toni Livers. Der Startläufer der Schweizer, der sich mit einer Viruserkrankung herumschlägt, büsste bereits auf den ersten 10 km 2 Minuten ein.

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