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Der grosse Hauskrach bei der Seleção

Das Testspiel gegen Österreich heute Abend in Wien ist für den fünffachen Weltmeister Brasilien zur Nebensache verkommen. Die beiden Alphatiere Neymar und Thiago Silva gehen öffentlich aufeinander los.

Brasiliens Weltstar Neymar ist auch in Wien ein gefragter Mann.
Brasiliens Weltstar Neymar ist auch in Wien ein gefragter Mann.
Keystone
Brasiliens neuer Spielführer Neymar nahm in Wien öffentlich Stellung zu seinem Problem mit dem abgesetzten Captain Thiago Silva.
Brasiliens neuer Spielführer Neymar nahm in Wien öffentlich Stellung zu seinem Problem mit dem abgesetzten Captain Thiago Silva.
Keystone
Die Brasilianer schützen sich in der Novemberkälte mit Stirnbändern und Wollmützen.
Die Brasilianer schützen sich in der Novemberkälte mit Stirnbändern und Wollmützen.
Keystone
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Grund: Der neue brasilianische Nationaltrainer Carlos Dunga, der den an der WM gescheiterten Luiz Felipe Scolari ersetzt, hat innerhalb der Mannschaft neue Hierarchien geschaffen, den bisherigen Captain Thiago Silva abgesetzt und das Amt Superstar Neymar übertragen. Diese Massnahme sorgt innerhalb der Seleção für böses Blut. Neymar und Silva tragen ihren Krach denn auch ungeniert in der Öffentlichkeit aus.

Ein gefundenes Fressen für die rund 30 brasilianischen Journalisten, die extra zu diesem Spiel nach Wien angereist sind. Vor drei Monaten hatte Dunga die Absetzung seines Captains Thiago Silva beschlossen. Erstmals äusserte sich der Verteidiger von Paris Saint-Germain nun zu seiner Degradierung. «Ich habe darüber mit niemandem gesprochen, es ist ohne Kommunikation abgelaufen. Und das ist das, was mich ärgert», sagt er ziemlich erbost. «Wenn ich sagen soll, ob ich glücklich bin, dann sage ich: Ich bin es nicht. Es ist, als ob man mir etwas weggenommen hat, was mir gehört hat.»

Die Drohung Neymars

Neymar liess mit seiner Antwort nicht lange auf sich warten. Der Superstar der Seleção und des FC Barcelona nahm an der Pressekonferenz in Wien seine gelben Kopfhörer ab und erklärte, was er von den Aussagen Silvas halte. Nämlich gar nichts. Er stiess gegen seinen Teamkollegen sogar eine Drohung aus.

«Wir haben uns zusammengesetzt, und unter Freunden habe ich ihm gesagt, dass er schon aufpassen muss, was er wo sagt, und dass er solche Sachen lieber intern besprechen sollte, als damit an die Presse zu gehen», sagte Neymar und fuhr fort: «Es gibt eine Hierarchie, die unser Trainer festgelegt hat – und diese akzeptieren wir.» Fragen zu diesem Testspiel wurden keine gestellt und deshalb auch keine beantwortet.

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