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Chiudinelli fordert den Titelverteidiger heraus

Beim Swiss Indoors in Basel kommt es am Samstag im Halbfinal zum Duell zweier Basler.

Der 28-jährige Marco Chiudinelli fordert im Kampf um den Finaleinzug seinen um einen Monat älteren Freund und Doppelpartner Roger Federer heraus. Chiudinelli, der wie Federer unweit der St. Jakobshalle in Münchenstein, Baselland aufgewachsen ist, deklassierte in seinem Viertelfinal Richard Gasquet (ATP 57) mit 6:1, 6:3. Der Franzose beklagte jedoch Armprobleme.

Titelverteidiger Federer setzte sich in 55 Minuten gegen Jewgeni Koroljew 6:3, 6.2 (ATP 58) durch. Der 21-jährige Qualifikant hielt zu Beginn der beiden Sätze mit Federer mit, geriet aber beide Male nach dem 2:2 ins Hintertreffen. Federers 18. Sieg hintereinander an den Davidoff Swiss Indoors geriet nie in Gefahr. Im Halbfinal wartet mit Chiudinelli die Nummer 73 der Welt, die den Weltranglisten-Ersten nur in den Jugendjahren auf Tennisplätzen seriös bedrängen konnte.

Chiudinelli erreichte Halbfinals vorher nur an Challenger-Turnieren. Der Baselbieter nahm Gasquet, der bis zum Kokain-Dopingfall im Frühjahr zur Weltspitze zählte, vier der ersten fünf Aufschlagspiele ab. Gasquet vergab bei 0:1 und 1:2 im ersten Satz insgesamt drei Breakmöglichkeiten, fand danach aber nie mehr ins Spiel zurück. Illusionen gibt sich Chiudinelli vor dem Spiel seines Lebens keinen hin: "Ich habe sicher nichts zu verlieren. Wenn alles normal läuft, gewinnt am Ende Federer. Vom Publikum erwartet ohnehin niemand, dass ich eine Chance haben werde. Aber ich werde nichts unversucht lassen."

Chiudinellis Exploit wird honoriert. In der Weltrangliste wird der Basler am Montag in den Bereich um Platz 54 vorrücken. Aber es kommt noch besser für Chiudinelli: Weil er durch das Erreichen des Halbfinals in Basel in Paris-Berçy nicht an der Qualifikation teilnehmen kann, erhält der Münchensteiner für das Masters-1000-Turnier in der französischen Metropole einen fixen Startplatz (special exempt).

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