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Cancellara mit Medaillenhoffnungen im Zeitfahren

Fabian Cancellaras grosses Ziel an der WM in Florenz ist das Strassenrennen vom Sonntag. Im Zeitfahren heute Mittwochnachmittag gehört der Berner trotzdem zu den Medaillenanwärtern.

Priorität geniesst der Kampf gegen die Uhr nicht - auch wenn der Berner dies so nicht sagt. Seine grossen Ziele hat Cancellara in der Vergangenheit oft gross angekündigt. Das hievte ihn jeweils in die Rolle des Topfavoriten, was an Titelkämpfen - wie etwa 2009 im WM-Strassenrennen in Mendrisio (5. Rang) - nicht immer zu seinen Gunsten ausfiel. Dieses Jahr gibt sich der Berner kleinlauter - auch wenn klar ist, dass er sich in den vergangenen Wochen akribisch auf das Rennen vom Sonntag, in dem er endlich seinen ersten WM-Titel auf der Strasse gewinnen will, vorbereitet hat. Das ist Absicht. Cancellara und sein Trainer Luca Guercilena überlassen nichts dem Zufall.

Viermal ist Cancellara bereits Weltmeister im Zeitfahren geworden. Seit 2005 gelang ihm jedes Mal der Sprung auf das Podest, sofern er denn antrat. Und auch in diesem Jahr liegt eine Medaille drin. Das bewies Cancellara mit seinem Sieg am einzigen Zeitfahren an der Spanien-Rundfahrt. Dort schlug der 32-jährige Profi des RadioShack-Leopard-Teams unter anderen auch Tony Martin. Der Deutsche gilt für das heutige Rennen als Topfavorit und strebt seinen dritten WM-Titel in Folge an.

An der Vuelta schuf Cancellara dank seiner technischen Fähigkeiten die Differenz von 37 Sekunden zwischen ihm und Martin vor allem in den Anstiegen und Abfahrten. Das wird in der Toskana nicht möglich sein. Mit Ausnahme einer kurzen Steigung kurz nach dem Start in Montecatini Terme und ein paar Kurven auf den letzten Kilometern in der Innenstadt von Florenz ist der 57,1 km lange Kurs flach und gerade. Das ist nicht zum Vorteil Cancellaras, der aerodynamisch nicht die besten Voraussetzungen mitbringt. Trainer Guercilena rechnete vor, dass Cancellara im Bereich der Schultern etwa zehn Zentimeter breiter gebaut ist als Martin oder Bradley Wiggins (Gb), der den Favoritenkreis komplettiert. Das lasse sich auf einem solchen Parcous fast nicht wettmachen.

Cancellara startet als Zweitletzter der 79 gemeldeten Profis ins Zeitfahren. Nach ihm folgt nur noch Titelverteidiger Martin. Unmittelbar vor Cancellara nimmt Wiggins den Kampf gegen die Uhr in Angriff. Der Brite, vor einem Jahr Gewinner der Tour de France und Olympiasieger im Zeitfahren, gewann letzte Woche (vor Martin Elmiger) die Rundfahrt durch sein Heimatland. Wiggins scheint in Form zu sein - wie Martin, der sich am Sonntag mit seinen Teamkollegen von Omega Pharma-Quick Step den WM-Titel im Mannschaftszeitfahren sicherte.

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