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BSV Bern an der Endstation angelangt

Der BSV Bern ist nach der 28:30-Heimniederlage gegen Rabotnik Bitola aus dem EHF-Cup ausgeschieden.

Spieler und Betreuer von Rabotnik Bitola (links) feiern den Einzug in die EHF-Cup-Gruppenphase. Im Hintergrund die ausgeschiedene Mannschaft vom BSV Bern.
Spieler und Betreuer von Rabotnik Bitola (links) feiern den Einzug in die EHF-Cup-Gruppenphase. Im Hintergrund die ausgeschiedene Mannschaft vom BSV Bern.
Manuel Zingg

Mal war die eine Mannschaft in Führung, mal die andere. Klar abzusetzen vom Gegner vermochte sich der BSV Bern in der Heimpartie gegen Rabotnik Bitola jedoch nie. Es war relativ rasch klar, dass die Berner es nicht schaffen würden, den Zehntorerückstand aus dem Hinspiel in Mazedonien noch aufzuholen. Es gelang ihnen, die überragenden Individualisten der Gäste weitgehend aus dem Spiel zu nehmen.

Doch Bitola besteht eben nicht nur aus dem rechten Flügel Dragan Djukic und dem linken Rückraumspieler Filip Kuzmanovski, sondern ist generell eine Mannschaft von guter Qualität. Der BSV-Spielmacher Jakub Szymanski bespielsweise bekundete Mühe, mit seinem Würfen den starken Torhüter Gradimir Chanevski zu bezwingen.

Mehr als zwei Tore betrug der Vorsprung nie, am Ende kippte das Pendel zugunsten der Mazedonier, die 30:28 gewannen und so mit 59:47 den Einzug in die EHF-Cup-Gruppenphase schafften. Wo sie auf attraktive Gegner etwa aus der deutschen Bundesliga treffen werden.

Kusio überzeugt

Wenigstens das Rückspiel zu gewinnen, war das Ziel der Gastgeber gewesen. Damit wäre der BSV in der Ballsporthalle weiterhin ungeschlagen geblieben. Das Ziel wurde knapp verfehlt, dennoch gab es beim BSV auch Lichtblicke. Etwa die gute Leistung des Rückraumschüzen Matthias Gerlich, und dazu zeigte Michael Kusio, dass er die Position als Stammspieler im rechten Rückraum ausfüllen kann. Diese Rolle nimmt der 20-Jährige neu ein, weil Pedro Spinola wegen eines Achillessehnenrisses lange ausfällt.

Kusio wurde zum besten Spieler seines Teams gewählt. «Es ist gut gelaufen», freute sich der junge Linkshänder. «Ich muss mich jetzt noch daran gewöhnen, lange auf dem Feld zu stehen.» Zur Entlastung nahm Rechtshänder Tobias Baumgartner in der zweiten Halbzeit kurz Kusios Position ein, auf einen Einsatz des Nachwuchsmanns Max Freiberg verzichtete Trainer Aleksandar Stevic hingegen noch.

In positiver Erinnerung wird Thomas Heer die Europacup-Einsätze mit dem BSV Bern behalten. Der 28-jährige Captain der Berner stand letztmals auf internationaler Ebene im Einsatz; er wird seine Karriere im nächsten Frühling beenden und sich auf die berufliche Laufbahn konzentrieren. «Die Gruppenphase wäre noch ein Zückerchen gewesen», sagte Heer.

«Aber auch so stimmt es für mich. Ich konnte auch in dieser Saison nochmals gegen interessante Gegner antreten.» Pölva Serviti aus Estland und Spartak Moskau aus Russland eliminierte der BSV in den ersten beiden Runden des EHF-Cups, Bitola hingegen war eine zu hohe Hürde.

BSV Bern - Rabotnik Bitola 28:30 (15:13)

Gümligen. – 650 Zuschauer. – SR Smailagic/Smailagic (SWE). – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen den BSV Bern, 7-mal 2 Minuten inklusive Disqualifikation (Pecakovski) gegen Bitola. – BSV Bern: Tatar/Milosevic; Schneeberger (1), Heer (1), Baumgartner (3), Getzmann (4/2), Striffeler, Strahm (2), Szymanski (1), Kusio (7), Gerlich (7), Arn, Mühlemann (2).

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