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Barrichello beendet fünfjährige Durststrecke

Rubens Barrichello gewann die Hitzeschlacht über 59 Runden am Mittelmeerhafen von Valencia vor Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen.

Für Barrichello war es der erste GP-Triumph seit Shanghai 2004 und sein erster Sieg im Brawn GP-Mercedes. Sein Teamgefährte Jenson Button kam nur auf Platz sieben, bleibt aber WM-Leader. Romain Grosjean wurde in seinem ersten GP Fünfzehnter, Robert Kubica Achter, Nick Heidfeld Elfter. Sébastien Buemi schied mit Bremsproblemen aus.

Schlechter hätte der Europa-Grand-Prix in Valencia aus Schweizer Sicht nicht beginnen können. Denn bei 33 Grad kamen die beiden Formel-1-Schweizer gleich nach dem Start, gewissermassen in der Hitze des Gefechts, unter die Räder - und fielen zurück. Sébastien Buemi, der von Startplatz 15 losfuhr, touchierte mit seiner Frontpartie den Heckflügel des vor ihm, auf Platz 13, gestarteten Toyotas von Timo Glock. Etwa zweieinhalb Kilometer weiter beschädigte sich dann GP-Debütant Romain Grosjean, der als 14. gestartet war, seinen Frontflügel - als auch er mit Glock kollidierte. Viel Pech also für die beiden Schweizer, die somit wie der Deutsche Glock gleich nach der ersten Runde an die Boxen mussten, um neue Teile montieren zu lassen. Dadurch fielen alle drei an den Schluss des Feldes zurück.

Die entscheidende Szene des Rennens spielte sich vor der McLaren-Box nach 37 von 57 Runden ab: Beim zweiten Reifenwechsel des Führenden Hamilton war der rechte Vorderreifen nicht parat und auch noch in die Heizdecke verpackt. Diese Nachlässigkeit kostete Hamilton Zeit - und letztlich den Sieg. Deshalb konnte Hamilton als Zweiter auf dem Podest, neben Sieger Barrichello, denn auch kaum Lächeln.

Etwa zur Rennhälfte sorgten Grosjean und Badoer für Aufsehen. Als beide nach ihren Stopps gleichzeitig von ihren Boxen wegfuhren, gelang es dem 23-jährigen Genfer Neuling, den 38-jährigen italienischen Routinier noch in der Boxenausfahrt zu überholen. Daraufhin wurde Grosjean gelobt - und über Badoer wurde gelacht, auch weil er dabei noch die weisse Markierungslinie überfahren und dafür eine Durchfahrtsstrafe erhalten hatte.

Nach den ersten Boxenstopps führte der Trainingsschnellste, Lewis Hamilton. Der Weltmeister kam vom Start als Erster weg und lag vor Barrichello, Kovalainen, Räikkönen, Rosberg, Alonso, Webber und WM-Leader Button. Zurückgefallen war der zweimalige Saisonsieger Sebastian Vettel. Beim Deutschen hatte beim ersten Stopp die Tankanalge nicht funktioniert, sodass er eine Runde später erneut an die Box musste. Als Sechzehnter ging er wieder ins Rennen, kurz darauf schied er mit Motordefekt aus. Valencia war nicht das Rennen des Red Bull Teams: Denn auch Nürburgring-Sieger Mark Webber wurde nur Neunter.

Valencia (Sp). Grand Prix von Europa (57 Runden à 5,419 km/308,883 km): 1. Rubens Barrichello (Br), Brawn GP-Mercedes. 2. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 2,3 Sekunden zurück. 3. Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari. 4. Heikki Kovalainen (Fi), McLaren-Mercedes. 5. Nico Rosberg (De), Williams-Toyota. 6. Fernando Alonso (Sp), Renault. 7. Jenson Button (Gb), Brawn GP-Mercedes. 8. Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber. Ferner: 11. Nick Heidfeld (De), BMW-Sauber. 15. Romain Grosjean (Sz/Fr), Renault. -- Ausgeschieden u.a.: Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari, Bremsprobleme. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, Motordefekt.

WM-Stand (11/17): Fahrer: 1. Button 72. 2. Barrichello 54. 3. Webber 51,5. 4. Vettel 47. 5. Rosberg 29,5. 6. Hamilton 27.

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