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Aufstand der Vergessenen

Wacker gewinnt in Kriens 29:22. Einen grossen Anteil daran haben Roman Caspar und Marco Giovanelli – Aufbauer, die zuletzt untendurch mussten.

Im Mittelpunkt: Marco Giovanelli, hier gegen Schaffhausen, überzeugt in Kriens. (Archivfoto)
Im Mittelpunkt: Marco Giovanelli, hier gegen Schaffhausen, überzeugt in Kriens. (Archivfoto)
Christian Pfander

Alle Jahre wieder. Seit geraumer Zeit ist der HC Kriens darum bemüht, die Lücke zu den Topteams zu schliessen. Vor Saisonbeginn pflegen die Luzerner zu verkünden, um die Titel spielen zu wollen. Doch was die Innerschweizer auch tun: Es klappt nicht. Davon, Trophäen zu stemmen, sind sie ähnlich weit entfernt wie Giorgio Behr von einer Mitgliedschaft bei den Green Hornets, dem Fanclub von Wacker Thun.

Abgänge und Ausfälle

Gegenwärtig ist das Krienser Leid ausgeprägt. Im Herbst beendete Co-Abwehrchef Fabio Baviera seine Karriere, Trainer Heiko Grimm verliess den Verein in der Winterpause in Richtung Bundesliga. Und die Luzerner verzeichnen Verletzungspech. Der von einem Kreuzbandriss genesene Schlüsselspieler Thomas Hofstetter befindet sich auf Formsuche, weitere Leistungsträger wie die ausländischen Aufbauer Peter Schramm und Aleksandar Radovanovic fallen aus. Und so warten die Innerschweizer auch nach ihrer siebten Finalrundenpartie auf den ersten Sieg im neuen Kalenderjahr. Gestern unterlagen sie Wacker 22:29. Die Thuner setzten sich durch, ohne an die Grenze gegangen zu sein.

Die Gastgeber waren gut gestartet und führten sehr früh 2:0. Danach waren sie im Grunde chancenlos. Die Berner Oberländer lagen später 15:9 und nach 42 Minuten 22:14 vorn. Darauf, Lenny Rubin einzusetzen, konnten sie verzichten, der künftige Bundesligaprofi wurde geschont, vorab fürs Derby am Samstag gegen den BSV Bern Muri (17 Uhr).

Widersacher und Konstellation liessen es zu, dass aufseiten der Thuner Leute Akzente setzten, die in den Partien davor eher wenig Spielzeit erhalten hatten. Marco Giovanelli gelang eine vortreffliche Leistung, der Linkshänder erzielte fünf Treffer. Ähnlich produktiv war der zuletzt im Tief befindliche Captain Roman Caspar; ihm glückten vier Tore. Gerade in der Startphase, als es galt, den Kriensern zu enteilen, brillierten die beiden Aufbauer. Überragende Figur war indes abermals Lukas von Deschwanden: Der Urner war gegen seinen Ex-Club neunmal erfolgreich und bereitete viele Würfe vor.

Während Wacker souverän gewann, verlor Verfolger Pfadi Winterthur überraschend in Aarau, was die Chancen der Berner Oberländer, das Playoff aus der Spitzenposition in Angriff zu nehmen, erheblich verbessert. Kriens hofft zumindest inoffiziell bereits auf die nächste Saison. Coach Goran Perkovac, als Aktiver Olympiasieger, soll es richten. Bestimmt wird alles besser.

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