Auf Messers Schneide

Im Sechzehntelfinal des Europacups setzt sich Volley Köniz in einer hart umkämpften, spannenden Partie gegen HPK Hämeenlinna 3:1 durch.

Matchwinnerin: Alessandra Dos Santos (links) realisierte für Köniz 29 Punkte.

Matchwinnerin: Alessandra Dos Santos (links) realisierte für Köniz 29 Punkte.

(Bild: Christian Pfander)

Annic Berset

«Die Stimmung in der Weissensteinhalle war grandios», freute sich der Geschäftsführer von Volley Köniz, Michael Grossenbacher, nach dem Heimsieg gegen HPK Hämeenlinna im Hinspiel der Sechzehntelfinals des CEV-Cups.

«So lautstark wurden wir noch nie unterstützt, das war grossartig», sagt er weiter und klatscht mit den Spielerinnen von Köniz ab. In der Tat hatten die Ersatzspielerinnen einen Anteil daran, dass es in der Halle richtig laut geworden war.

Die Unterstützung der 510 Zuschauer war aber im ersten Satz noch gar nicht richtig nötig gewesen. Volley Köniz startete unerschrocken und selbstbewusst in die Europacuppartie gegen die Finninnen von HPK Hämeenlinna.

Schnell führten die Könizerinnen mit 16:8 – und alle sahen den Klassenunterschied zwischen den Equipen. An dieser Übermacht änderte sich bis zum Ende des ersten Durchgangs nichts, Köniz spielte beinahe fehlerfrei und mit viel Druck im Angriff, die Finninnen hatten dem nichts entgegenzusetzen und wirkten teilweise überfordert.

«Do or die»

Wie schnell sich das Blatt im Volleyball ändern kann, zeigte sich aber in Satz zwei. Einige Fehler am Netz, einige Unsicherheiten im Angriff, zwei Missverständnisse aufseiten von Köniz, und schon rannten sie einem Dreipunkterückstand hinterher.

Da konnte auch die Topskorerin der Partie, die Brasilianerin Alessandra Dos Santos, die fast 30 Angriffspunkte verwertete, nichts mehr ausrichten. Nach dem 1:1- Satzausgleich wurde das Spiel noch umkämpfter und intensiver. Trotzdem reichte es für die Berner zur 2:1-Satzführung.

Der vierte Durchgang bot Volleyball vom Feinsten. Lange Zeit gelang es keiner Equipe, sich entscheidend abzusetzen. Volley Köniz geriet dann aber scheinbar hoffnungslos 17:22 in Rückstand.

Die Zuschauer pushten ihr Team vorwärts, dank der eingewechselten Amerikanerin Erica Wilson gelang die Wende. Die 24-Jährige Aussenangreiferin verbuchte vier Punkte am Stück – und sicherte Köniz den entscheidenden Satz mit 25:23.

Trainer Han Abbing war die Erleichterung sichtlich anzusehen: «Dass wir nur einen Satz abgegeben haben, ist im Europacup sehr wichtig. So reichen uns auswärts zwei gewonnene Durchgänge zum Weiterkommen», resümierte er.

Sein Team habe viel Moral und Kampfgeist bewiesen, und er sei froh, dass auch die eingewechselte Wilson eine so gute Leistung gezeigt habe. «Do or die» sei ihr Motto gewesen, und genau so habe sie gespielt. Nun gelte es, daran zu arbeiten, das hohe Niveau des ersten Satzes durchzuziehen.

Berner Zeitung

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