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LeserreaktionenSpitzenmedizin gehört an öffentliche Unispitäler

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Der angekündigte Weggang des Herzchirurgen Thierry Carrel vom Berner Inselspital sorgt für Gesprächsstoff.
Der angekündigte Weggang des Herzchirurgen Thierry Carrel vom Berner Inselspital sorgt für Gesprächsstoff.
Foto: Beat Mathys

Zu «‹Mein Verhältnis zu Thierry Carrel war und ist ein gutes›»

Spitzenmedizin gehört an öffentliche Unispitäler

Hier müsste die Politik aktiv werden. Es kann uns nicht egal sein, wenn Spitzenmedizin in Privatspitäler abwandert. Spitzenmedizin heisst interdisziplinäre Zusammenarbeit und Forschung auf höchstem Niveau. Wenn der Staat diese Domäne aus der Hand gibt, dann wird sie in absehbarer Zeit nicht mehr für alle zugänglich sein. In Amerika kann sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung eine teure Ausbildung an der Universität leisten. Die fehlende Intelligenz wird aus dem Ausland eingeflogen. Die Schweiz hingegen liefert viele Patente und hat solide KMU, weil sie ein System hat, in dem Schulen, Universitäten und Lehrbetriebe zusammenarbeiten. Mit Hirslanden oder Privatschulen zerstören wir diesen Vorteil. Hirslanden gehört Investoren aus Südafrika. Hirslanden geht es um Gewinn und nicht um Forschung oder Ausbildung. Spitzenmedizin gehört an öffentliche Unispitäler, wenn wir unser Ausbildungssystem und unsere Wohlfahrt nicht schädigen wollen.

Onlinekommentar von Reto Reusser

Zu «‹Das hat mit der Berner Polizeipraxis nichts zu tun›»

Es genügt nicht, Vorwürfe zu erheben

Bern kann sich glücklich schätzen, einen derart kompetenten Polizeidirektor zu haben. Philippe Müller hat jede Kritik korrekt beantwortet und jede politische oder manipulative Falle überwunden. Es zeigt sich wieder, dass es nicht genügt, Vorwürfe zu erheben. Man muss sie beweisen können.

Onlinekommentar von Lahor Jakrlin

Zu «Alles auf Sieg»

Gewässer werden vergiftet, Wälder werden gerodet

Natürlich alles auf Sieg, denn es geht um Menschenrechte und Umweltschutz. Und dafür ist wohl nichts zu viel. Es ist an der Zeit, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz, die sich im Süden unwürdig verhalten, für ihr Verhalten zur Verantwortung gezogen werden können. Gewässer werden vergiftet, Wälder gerodet, Menschen arbeiten zu Hungerlöhnen, und dies nur, weil es kein Gesetz gibt, dass es ermöglicht, diese Firmen anzuklagen. Mit Prospekten heucheln sie uns vor, wie fair sie sich verhalten, und gleichzeitig bekämpfen sie die Konzernverantwortungsinitiative. Denn sie haben viel zu verlieren. Noch nie ging es meiner Ansicht nach um so viel Veränderung zum Guten wie bei dieser Initiative. Sie wird Menschen, die in unmenschlichen Verhältnissen leben, endlich die Möglichkeit geben, sich zur Wehr zu setzen, für sich, ihre Kinder und die Umwelt. Und die Schweiz wird ihrem Ruf als humanitäres Land endlich gerecht werden.

Susanne Meier-Fuchs, Gasel

Zitat des Tages

«Es kann uns nicht egal sein, wenn Spitzenmedizin in Privatspitäler
abwandert.»

Onlinekommentar von Reto Reusser

Zu «Im Eiltempo aus der Notlage»

Die Transportunternehmen sollten selber aktiv werden

Abstand halten ist immer noch angesagt. Aber im öffentlichen Verkehr ist auch der neue Abstand von eineinhalb Metern schlicht illusorisch – vor allem in den S-Bahnen und Bussen in den grösseren Agglomerationen. Ich verstehe nicht, weshalb man im öffentlichen Verkehr nicht eine absolute Maskenpflicht einführt wie in den Nachbarländern. Aber offenbar kann das Bundesamt für Gesundheit die Notlüge «Masken nützen nichts» immer noch nicht zugeben. Die Transportunternehmen sollten selber aktiv werden, auch wenn vermutlich befürchtet wird, dass dies die Kundschaft abschreckt. Aber es wäre wohl das Gegenteil der Fall: Die meisten Reisenden würden sich sicherer fühlen und nicht reihenweise ihre Abos nicht mehr erneuern.

Ueli Mosimann, Utzigen

Zu «Kanton reagierte unverhältnismässig»

Erbauer haben illegal gebaut und ausgebaut

Die Erbauer waren sich ja wohl bewusst, dass sie den Biketrail illegal gebaut und ausgebaut haben. Wenn ihnen das alles wirklich so wichtig war, warum haben sie dann nicht den Kanton als Waldbesitzer kontaktiert? Da hätten sich vielleicht Möglichkeiten ergeben. Das wäre dieser «gesunde Menschenverstand» gewesen.

Onlinekommentar von Jakob Peter

Der Wald dient den Tieren als Rückzugsort

Der Kanton hat rechtens gehandelt. Ich frage mich sowieso, aus welchen Gründen überall mit Sportgeräten ins Gelände vorgedrungen werden muss und die Natur dadurch immer mehr gestört wird. Der Wald dient den Tieren als Rückzugsort. Dies muss respektiert werden. Die Menschen haben sich entsprechend zu benehmen. Biker fahren querfeldein, und in der Höhe werden Seilpärke erstellt, die für Vögel wegen der Drahtseile zu Todesfallen werden. Hier muss vom Gesetzgeber noch restriktiver vorgegangen werden.

Onlinekommentar von Fritz Meyer