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Chüechlihus LangnauSpielen, strafen und sterben

Bis ins 19. Jahrhundert wurden Kinder wie Erwachsene behandelt, geformt wurden sie vor allem durch Strafen. Die Sonderausstellung im Langnauer Chüechlihus widmet sich der «Kindheit». Seit Dienstag ist das Museum wieder für Besucher offen.

«Münchener Bilderbogen» zeigen auf, welch drastische Massregelungen auf ungehorsame Kinder warten.
«Münchener Bilderbogen» zeigen auf, welch drastische Massregelungen auf ungehorsame Kinder warten.
Fotos: Nicole Philipp

«Ohne Bestrafung werden Kinder keine brauchbaren Mitglieder der Gesellschaft.» Diese Haltung habe bis ins 19. Jahrhundert und ins frühe 20. Jahrhundert gegolten und spiegle sich in drastischer Weise auch in Kinderbüchern wider, erklärt Madeleine Ryser. Ein bekanntes Beispiel ist der «Struwwelpeter». Eine Geschichte im Buch handelt von einem Knaben, der sich das Daumenlutschen nicht abgewöhnen kann. Zur Strafe wird ihm der Daumen mit einer grossen Schere abgeschnitten.

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