«Wir haben den Dialog mit den Hörern zu spät gesucht»

Radio-Chefredaktorin Lis Borner über die No-Billag-Initiative, Spar-Kritik und ihren persönlichen Abstimmungskampf.

«Ich glaube, für viele ist Radio so selbstverständlich wie Wasser aus dem Wasserhahn»: Lis Borner, 58, in der Chefredaktion von Radio SRF in Bern

Chris Winteler@sonntagszeitung

Morgens um zehn in ihrem Büro im Radiostudio Bern. Die blauen Augen wach, das blonde Haar gekonnt verstrubbelt. Die rot geschminkten Lippen, die rote Brille und der riesige Ring am Finger fallen auf. Aber es gehe hier um Inhalt, nicht um Äusseres, stellt die Radio­chefin charmant klar. Die Assistentin bringt Kaffee, Lis Borner, 58, greift nach dem Schöggeli. Energie, die sie gerade jetzt nötig hat, da es um ihre und die Zukunft ihres Teams geht.

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