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Wenn Mörder auf die Opfer schwerer Straftaten treffen

Im Gefängnis Lenzburg findet Unvorstellbares statt: Täter und Opfer reden während Wochen über emotionale Qualen und das «Warum?».

Die Gesprächsrunde mit neun Tätern, vier Opfern und Moderatoren.
Die Gesprächsrunde mit neun Tätern, vier Opfern und Moderatoren.
Marco Zanoni
Mediator und Täter Ruedi Szabo und Yvonne zwischen zwei Tätern.
Mediator und Täter Ruedi Szabo und Yvonne zwischen zwei Tätern.
Marco Zanoni
Manchmal wird auch gelacht: Eine der Kleingruppen mit Moderator Werner Burkardt, Marianne, einem Täter, Erna und  Leiterin Claudia Christen (v.r.n.l.).
Manchmal wird auch gelacht: Eine der Kleingruppen mit Moderator Werner Burkardt, Marianne, einem Täter, Erna und Leiterin Claudia Christen (v.r.n.l.).
Marco Zanoni
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Yvonne* zittert vor Angst, als sich der dreifache Mörder neben sie setzt. Die Seniorin ist eines von vier Opfern von Gewaltverbrechern, Stefan* einer von neun Kriminellen, die sich an diesem Dienstagabend zum ersten Mal begegnen. Eingeschlossen in der kleinen Aula innerhalb der Mauern des Lenzburger Gefängnisses. Ohne Aufseher. Mit ein Grund, weshalb auch der hohe, helle Raum die tiefe Beklemmung der Seniorin nicht zu lösen vermag. Hier wird sie in den kommenden neun Wochen jeden Dienstagabend verbringen. Hier will sie sich ihrer Geschichte stellen, ihre Angst besiegen – und den Verbrechern vor Augen führen, welche emotionalen Qualen Opfer durchleben.

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