Grossoffensive gegen den Zivildienst

Weil ihnen die Zivilschützer ausgehen, haben die Kantone bei Bundesrat Parmelin interveniert. Sie fordern, die Abschaffung des Zivildienstes zu prüfen.

Zivildienst­leistender in Biel: 2017 verzeichnete der Dienst 47'981 Angehörige. Foto: Keystone

«Die Lage ist dramatisch», sagt Alexander Krethlow, Generalsekretär der Regierungskonferenz für Militär, Zivilschutz und Feuerwehr – und wiederholt das Wort ausdrücklich: «D-r-a-m-a-t-i-sch.»

Grund für die Alarmmeldung sind Zahlen, die Krethlow vom Bund mitgeteilt bekommen hat: Haben 2011 noch 8350 Personen für den Zivilschutz rekrutiert ­werden können, waren es 2017 nur noch 4805. Um das Soll von 72'000 Zivilschützern zu erreichen, braucht es 6000 Neurekrutierungen pro Jahr. Seit 2014 wurde dies nicht mehr erreicht. «Wie sollen wir so den vorgesehenen Bestand aufbauen?», fragt der Mann, der die Interessen der Kantone in Bern vertritt.

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