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Schweiz Tourismus mahnt Wirte

Chinesische Gäste sollen nicht diskriminiert werden.

Diese Woche wurde bekannt, dass chinesische Gäste in mehreren Schweizer Restaurants nicht mehr willkommen sind. Ein Luzerner Restaurant etwa will aus Angst vor einer Ansteckung keine chinesischen Reisegruppen mehr bewirten.

Nun reagiert die Marketingorganisation Schweiz Tourismus. Auf ihrer Website mahnt sie Wirte, Hoteliers und Bergbahnbetreiber, chinesische Reisende nicht zu diskriminieren. «Schweiz Tourismus legt den touristischen Leistungsträgern in der Schweiz nahe, den chinesischen Gästen genau wie allen Gästen respektvoll und herzlich zu begegnen», heisst es.

Schweiz Tourismus wolle damit ein Zeichen setzen und zum Ausdruck bringen, dass die Tourismusbranche weiterhin gastfreundlich und solidarisch mit ihren chinesischen Gästen sei, sagt Direktor Martin Nydegger. Auch das Bundesamt für Gesundheit sage klar, dass weder in Restaurants noch in Hotels besondere Massnahmen notwendig seien.

Das Bundesamt erstellt zurzeit eine Liste mit allen Grossanlässen, die in den kommenden Monaten in der Schweiz stattfinden und bei denen mit einer grossen Anzahl chinesischer Gäste und Aussteller gerechnet wird. Darunter sind der Internationale Autosalon Genf, die Uhrenmesse Baselworld, die Kostümmesse Fantasy Basel und die Kunstmesse Art Basel. Je nach Lage und Entwicklung werde das Bundesamt Empfehlungen oder Massnahmen formulieren und auf die Veranstalter zugehen, sagt eine Sprecherin.

Peter Burkhardt

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Die Welt schottet sich von China ab

Einreiseverbote, eingestellter Flugverkehr – Schweizer kehren am Sonntag aus Wuhan zurück.

In China stieg die Zahl der Infizierten gestern auf 12'000, wie die nationale Gesundheitskommission mitteilte. Bislang starben in der Volksrepublik demnach 259 Menschen an der Atemwegserkrankung. Immer mehr Länder flogen deswegen ihre Bürger aus dem Seuchengebiet aus – auch die Schweiz. Das französische Flugzeug, das nebst vielen Franzosen auch die ausreisewilligen Schweizer aus der Region um die Stadt Wuhan abholte, trifft heute Sonntag in Südfrankreich ein. Dort, in der Nähe von Marseille, müssen die Rückkehrer zunächst in Quarantäne gehen. Gestern landeten bereits französische, deutsche und russische Staatsbürger in ihren jeweiligen Ländern.

Derweil schottet sich die Welt aus Angst vor der neuartigen Lungenkrankheit von China ab. Vietnam rief den Gesundheitsnotstand aus und stoppte alle Flüge von und nach China. Auch Usbekistan setzte nach einem entsprechenden Parlamentsbeschluss die regulären Flüge der staatlichen Fluggesellschaft von und nach China aus. Die neuseeländische Fluggesellschaft Air New Zealand und die australische Qantas stellten ihre China-Direktverbindungen vorerst ein.

Australien verfügte darüber ­hinaus gestern ein Einreiseverbot für Menschen aus China. Von dem Verbot ausgenommen seien australische Staatsbürger. Es folgt damit dem Beispiel der USA: Die ­Regierung in Washington hatte bereits am Tag zuvor einen Einreisestopp für ausländische Reisende aus China verfügt – mit Ausnahme der Angehörigen von US-Staatsbürgern. Der von US-Präsident Donald Trump erlassene Bann gilt von heute Abend (23 Uhr MEZ) an. Und Grossbritannien zog Personal aus seinen diplomatischen Einrichtungen in China ab.

Auch viele Firmen machen ihre Betriebe oder Läden in Festlandchina vorübergehend dicht, darunter etwa Apple.

(SZ, Agenturen)

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