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SBB unterliegen im Streit mit Spuhler

Wegen Schäden an Flirt-Zügen wollte die Bahn vom Hersteller mehrere Millionen Franken – vergeblich. Jetzt wälzen die SBB die Kosten auf die Kantone ab.

Garantie abgelaufen: Die Flirt-­Züge der SBB müssen saniert werden. Foto: Keystone
Garantie abgelaufen: Die Flirt-­Züge der SBB müssen saniert werden. Foto: Keystone

SBB-Chef Andreas Meyer muss eine weitere Niederlage einstecken: Er ist beim Thurgauer Bahnbauer Stadler Rail, der mehrheitlich dem Unternehmer Peter Spuhler gehört, mit millionenschweren Schadenersatzforderungen abgeblitzt. Das bestätigen die SBB und das Bundesamt für Verkehr übereinstimmend.

Auslöser des seit mehr als zwei Jahren schwelenden Streits waren 148 Regionalzüge des Typs Flirt, die Stadler Rail in den vergangenen 15 Jahren an die SBB geliefert hat. Bei einem Teil stellten die Bundesbahnen Korrosionsschäden in den Böden fest – und gingen auf den Hersteller los, obwohl die Garantiefrist längst abgelaufen war. Beobachter mutmassten, Meyer wolle damit vom Debakel bei der Beschaffung der Fernverkehr-Doppelstockzüge ablenken. Die SBB jedenfalls starteten eine umfassende Sanierung der defekten Züge. Sie wird gemäss SBB-Sprecher Reto Schärli bis 2033 dauern und Kosten von rund 32 Millionen Franken verursachen.

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