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«Hochwasser und Stürme werden negativer erlebt als Hitze»

Erst Hitze und Dürre, dann Starkregen und Schlammlawine in der letzten Woche: Gemeinde Chamoson im Kanton Wallis. Bild: Maxime Schmid/Keystone

Die aktuelle Hitze und die Dürre sind ein Vorgeschmack auf das, was der Klimawandel bringt, sagt die Wissenschaft. Nehmen Menschen den Klimawandel ernster, in Anbetracht eines solchen Extremsommers?

Macht es einen Unterschied, ob es sich beim Wetterereignis um Hitze oder zum Beispiel um Starkniederschlag handelt?

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Warum ist das so?

Ist das Bewusstsein für die Problematik des Klimawandels in der Schweiz höher als in anderen Ländern?

Die Problematik kennen wir also. Unser Verhalten passen wir aber kaum an. Im Gegenteil: Seit dem Extremsommer 2003 hat sich die Anzahl Flugpassagiere in der Schweiz mehr als verdoppelt.

Wie interpretieren Sie in dem Zusammenhang das Verhalten der Miss Schweiz Jastina Doreen Riederer, die in ihren Ferien auf den Malediven war und sich dort Sorgen machte, weil die Inseln durch den Klimawandel untergehen könnten? Sie rief dazu auf, etwas zum Klimaschutz beizutragen. Sie selbst hole ihre Gipfeli mit dem Einrad statt mit dem Auto. Das sagte sie wohlgemerkt auf den Malediven.

Flugreisen wie etwa auf die Malediven gelten auch als sozial akzeptiert.

Was sonst hält uns davon ab, klimafreundlicher zu leben?

Eine aktuelle Studie besagt, dass die Erde möglicherweise auf dem Weg in eine Heisszeit ist, selbst wenn wir die Emissionsziele des Pariser Klimaabkommens einhalten. Wegen Instabilitäten im Klimasystem könnte sich die Erde langfristig um etwa vier bis fünf Grad Celsius erwärmen und der Meeresspiegel um 10 bis 60 Meter ansteigen. Sind solche Horrorszenarien hilfreich, um die Menschen aufzurütteln?

Wirklich drastische, erlebbare Auswirkungen wird der Klimawandel jedoch erst in Zukunft haben. Trotzdem müssen wir heute handeln, um ihn zu begrenzen. Wie liesse sich diese Kluft überbrücken?

Wie sonst noch liesse sich klimafreundliches Verhalten fördern?

Nur eine Minderheit, haben Sie gesagt, passt ihren Lebensstil wirklich an. Wie könnte man das zu einem Massenphänomen machen?

Wie wichtig ist es denn überhaupt, seinen persönlichen Lebensstil klimafreundlicher zu gestalten? Ist es nicht schlicht und einfach die Aufgabe der Politik, endlich wirksame Massnahmen zu ergreifen?

Sind Sie optimistisch, dass wir die Erderwärmung wie geplant auf 1,5 oder maximal 2 Grad ­begrenzen können?