Doris Leuthard hat ihr Departement nicht mehr im Griff

Post, Swisscom, SBB: Nur wenn die Verkehrsministerin Ordnung schafft, kann sie ihren guten Ruf retten.

Leuthard muss sich fragen lassen, ob sie die Chefs der grössten Bundesbetriebe richtig ausgewählt hat.

(Bild: Keystone Salvatore Di Nolfi)

Arthur Rutishauser@rutishau

Die Swisscom, die SBB und die Post, alles stolze Bundesbetriebe, alle seit über sieben Jahren bei Bundesrätin Doris Leuthard angesiedelt. Die Swisscom hat seit Monaten Probleme mit ihrem Netz. Seit einem halben Jahr hat sie ihren Kunden verschwiegen, dass es zum ­grossflächigen Datenklau kam. Die SBB haben eine Präsidentin, die beim Amtsantritt heikle Mandate verschwiegen hatte, und die SBB bestellten bei ­Bombardier für 2 Milliarden Franken Züge, die seit fünf Jahren fahren sollten und noch immer nicht rollen. Softwareprobleme führen zu Burn-outs bei den Mitarbeitern, mittlerweile brauchen die ein Care-Team. Die Kunden stehen in den Zügen, und die Rollstuhlfahrer wurden ignoriert. Nun streitet man vor ­Gericht. Und das wohl noch jahrelang.

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