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«Die Swiss könnte alleine nicht überleben»

«Ich bin nicht zufrieden mit dem, was auf der deutschen Seite passiert»: Swiss-Chef Thomas Klühr im Innenhof des Hauptsitzes in Kloten. Bild: René Ruis

Ein Journalist beschrieb Sie einst als Mann mit «pulsneutraler Mittellage». Was bringt Sie eher auf die Palme: die ewige Krittelei an der Swiss oder die Konkurrenz der Billig-Airlines?

Selbst Mitarbeiter beklagen, die Swissness der Swiss sei reines Marketing.

Ist die emotionale Bindung der Deutschen zur Lufthansa auch so stark?

Woran liegt das?

Die Billig-Airline Ryanair zieht nun in Zürich ein, auch Easyjet legt dort zu. In Basel und Genf ist Easyjet gar Platzhirsch. Spüren Sie diesen wachsenden Druck?

«Wir werden noch stärker als bisher auf die Einhaltung der Gepäckregelung achten müssen.»

Sie bieten immer ähnlichere ­Produkte wie die Billig-Airlines – etwa Handgepäcktarife. Bei den günstigsten Tarifen ab Genf haben Sie das kostenfreie Essen gestrichen. Der Easyjet-Chef warf Ihnen jüngst vor, Ihren Wettbewerbsvorteil als ­Premium-Airline zu verspielen. Zu Recht?

Sie haben betont, selbst wenn im billigsten Tarif ab Genf das kostenfreie Essen wegfalle, werde den ­Passagieren nichts weggenommen. Sinken dann die Preise?

Welche neuartigen Angebote ­können Sie sich noch vorstellen?

Nicht immer läuft es glatt mit den neuen Produkten. Seit es den Handgepäcktarif auf Ihren Kurzstrecken gibt, spielen sich teils unschöne Szenen beim Boarding ab. Die Gepäckfächer im Flieger sind ­proppenvoll, die Gäste genervt. Wie wollen Sie Abhilfe schaffen?

«Ich will nicht hochnäsig wirken. Aber allgemein räume ich der Belair langfristig keine grossen Chancen ein.»

Ihr Vorgänger Harry Hohmeister wetterte gern gegen die subventionierten Golf-Airlines. Mit der Pleite von Air Berlin ist die Swiss-Mutter Lufthansa erstarkt, die Golf-Airlines gerieten zuletzt ins Trudeln. Gibt Ihnen das Genugtuung?

Hält die Konsolidierung an?

Die Belair wird wiederbelebt. Welche Chancen räumen Sie neu ge­gründeten kleinen Airlines ein?

Letztes Jahr haben Sie fast 17 Millionen Passagiere transportiert und machten 560 Millionen Franken Gewinn. Können Sie den Takt beibehalten?

Sie warten nun noch auf einige Maschinen der Bombardier C­Series. Ihre neuen Boeing-777-Maschinen haben Sie bereits in Betrieb genommen. Denken Sie über weitere Boeing-Langstreckenmaschinen nach?

«Ich bin nicht zufrieden mit dem, was auf der deutschen Seite passiert.»

Sie sprachen vorhin die knappe Kapazität am Flughafen Zürich an. Ein Südstart mit geradem Weiterflug über die Zürcher Goldküste würde das Problem entschärfen. Nun plant der Bund diesen Abflug nur an Bise- und Nebeltagen. Haben Sie sich von Bern mehr erhofft?

Also zu viel Opportunismus?

Warum macht die Lufthansa nicht mehr Druck in Deutschland, was den auf Eis gelegten Staatsvertrag angeht? Er regelt den Überflug von Süddeutschland und würde die Kapazität in Zürich erhöhen.

Der Euro ist bei 1.20 Franken, damit werden Reisen in Euroländer für Schweizer teurer. Spüren Sie, dass die Kunden weniger buchen?

Ihr Wartungspartner SR Technics baut in Zürich 300 Stellen ab. ­Könnten Sie eventuell Mitarbeiter übernehmen?

Befürchten Sie, dass Ihnen über Nacht der Partner verloren geht und Sie nicht wissen, wie weiter mit der Wartung?

Für Ihre Vorgänger war der Chefstuhl der Swiss ein Sprungbrett in hohe Positionen innerhalb des Konzerns. Wie sieht Ihre Karriereplanung aus?

Sie sind selbst Franke. Wie sehr sind Sie noch in Ihrer deutschen Heimat verwurzelt?