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«Die linke Mittelschicht lebt in ihrer heilen, kleinen Welt»

Was sie kritisieren, treiben sie selbst voran: Soziologin Cornelia Koppetsch hat eine unbequeme Analyse für die urbane Bevölkerung.

«Deutschland ist ein wirtschaftlich starkes Land, das unter demografischer Schrumpfung leidet»: Cornelia Koppetsch.

«Deutschland ist ein wirtschaftlich starkes Land, das unter demografischer Schrumpfung leidet»: Cornelia Koppetsch.

Auch über zwei Wochen nach den Ausschreitungen in Chemnitz kommt Deutschland nicht zur Ruhe – im Gegenteil: Das Land ist durch die Migrationskrise tief gespalten, die verschiedenen Lager gifteln sich an, wenige unabhängige Experten versuchen einzuordnen. Eine der erfrischendsten Stimmen ist die Soziologie-Professorin Cornelia Koppetsch. Ihre gesellschaftlichen Analysen sind überraschend und mitunter auch unbequem, wie dann, wenn sie aufzeigt, welch konservative Rollenteilung urbane, gut ausgebildete Paare häufig leben. Die 51-Jährige beschrieb zudem bereits vor fünf Jahren in einem Buch ein zurzeit heiss debattiertes Phänomen: die Rückkehr der Klassengesellschaft und inwiefern die Linke mehr dazu beiträgt, als ihr lieb sein kann.

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