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Interview: «Die Dementen haben keine Lobby»

Monika Stocker ist Präsidentin der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter

Viele Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen betreuen ihre Liebsten bis zur Erschöpfung. Warum holen sie nicht vorher Hilfe?

Die Krankenkassen und auch die Gemeinden bezahlen die Pflege von Betagten, aber nicht die Betreuung. Die müssen die Betroffenen selber bezahlen. Was halten Sie davon?

Im heutigen Finanzierungssystem wird nicht berücksichtigt, dass demente Menschen kaum Pflege, aber sehr viel Betreuung brauchen. Wie konnte das übersehen werden?

«Ein Denkfehler im System, den wir dringend revidieren müssen.»

Monika Stocker, Ex-Stadträtin Zürich

Kann es auch daran liegen, dass die Krankheit zum Teil schwer zu fassen ist?

Heute können Heime selber bestimmen, welcher Bewohner welche Betreuungstaxe bezahlen muss. Es gibt keine definierten Kriterien. Das ist Wildwuchs – zum Nachteil der Dementen.

Es gibt immer mehr Demenzkranke, gleichzeitig haben Angehörige wegen steigenden Drucks bei der Arbeit weniger Zeit für sie. Wo führt das hin?

Die Politik liefert zurzeit keine Lösungen. Was muss geschehen, damit es vorwärtsgeht?