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Brutstätte der Radikalisierung

Im syrischen Internierungslager al-Hol träumen Frauen von der Wiederauferstehung des IS. Unter den Gefangenen sind auch mindestens eine Frau und fünf Kinder aus der Schweiz.

Kurt Pelda
Die Kleidervorschriften werden vom harten Kern der Jihadistinnen auch im Lager durchgesetzt: Eine Frau in al-Hol. Foto: AFP
Die Kleidervorschriften werden vom harten Kern der Jihadistinnen auch im Lager durchgesetzt: Eine Frau in al-Hol. Foto: AFP

Die Frauen haben ihre schwarzen Schleier und Umhänge über den Maschendrahtzaun zum Trocknen aufgehängt. Hinter der Umzäunung sind weisse Zelte mit dem blauen Emblem des UNO-Flüchtlingshilfswerks aufgereiht, dazwischen rote Plastiktanks für die Wasserversorgung. Das Internierungslager al-Hol erstreckt sich über eine sanfte Anhöhe hinweg auf etwa vier Quadratkilometern. Mehr als 73'500 Zivilisten, vor allem Frauen und Kinder aus dem ehemaligen Kalifat des Islamischen Staats, sind hier eingepfercht. Dies entspricht etwa der vierfachen Bevölkerungsdichte der Stadt Zürich, nur leben die Menschen in al-Hol nicht in mehrstöckigen Gebäuden, sondern in 11'000 Zelten.

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