Wenn alle Stricke reissen

Rund 14'000 Kinder und Jugendliche leben in Heimen – viele von ihnen, weil ihre Eltern psychisch krank sind.

Jugendliche im Waisenhaus Basel: Viele sind hier weil ihre Eltern psychische Probleme haben. Bild: Stefan Bohrer

Der Ort, an dem einst Mönche schwiegen, ist heute von Kinder­lachen erfüllt. Durch einen Tor­bogen, vorbei an der ehemaligen Pförtnerwohnung, gelangt man auf den Vorplatz des Bürgerlichen Waisenhauses Basel. Die Jugendlichen wohnen im Gebäude nebenan. Hier steht Roman* in der Küche und rührt in der Nudelsuppe. Der 16-Jährige hat an diesem Abend für alle gekocht, einmal mit Fleisch, einmal Vegi, im Esszimmer stehen Schälchen mit eingelegtem Ingwer, gekochten Eiern und Maiskölbchen auf dem Tisch. Yves* (15), der vorhin auf dem Klavier so wunderbar die Filmmusik aus «Die fabelhafte Welt der Amélie» gespielt hat, setzt sich und macht Roman ein Kompliment, gut habe er gekocht. Simona* (14) lässt sich erklären, wie man mit Stäbchen isst und schaut dennoch skeptisch.

SonntagsZeitung

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