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LeserreaktionenSolidarität ist gefragt

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Geschlossen: So trist sieht es in diesen Tagen nicht nur beim Restaurant Tramdepot in Bern aus.
Geschlossen: So trist sieht es in diesen Tagen nicht nur beim Restaurant Tramdepot in Bern aus.
Foto: rmo

Zum Thema Coronavirus

Solidarität ist gefragt

Jetzt sind die Vermieter gefordert: Sie sollen während der vom Bundesrat verordneten Betriebsschliessungen einen grossen Teil der Miete oder gar die ganze erlassen. Nur so können diese Betriebe überleben und müssen nicht Personal entlassen oder gar Konkurs anmelden. Die Vermieter wären mit grosser Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit auch davon betroffen. Wenn die Miete nach Aufhebung der Sperre nicht mehr regelmässig oder gar nicht mehr eintrifft. Jetzt ist Solidarität und nicht Gewinn gefragt. Urs Wyler, Gerlafingen

Nicht einkaufen können

Es kann doch nicht sein, dass die Menschen, die den ganzen Tag am Arbeiten sind, am Abend nicht mehr einkaufen können, da alle Regale leer sind! Das muss reguliert werden. Wie viel von diesen Lebensmitteln landet im Müll?

Jolanda Zbinden, Neuenegg

Zum Interview mit Baumpflegespezialist Fabian Dietrich

Lässt einen wundern

Nun ist es also geschehen. Die einmalige Kastanienbaumallee in der Campagne Oberried, dieses wunderbare Naturparadies in Belp, wurde vernichtet. Wenn so etwas heute in unserem Land noch möglich ist, wenn von einem Tag auf den nächsten die älteste Kastanienallee der Schweiz niedergemacht werden darf, wenn ein unwiederbringlicher ökologischer Lebensraum dem Erdboden gleichgemacht werden darf, muss man sich nicht fragen, warum die Schweiz im europäischen Vergleich in Sachen Biodiversität den Schlussrang einnimmt. Dass diese Aktion auch noch beklatscht und mit öffentlichen Geldern unterstützt wird, lässt einen wundern, in welchem Land und in welcher Zeit wir eigentlich leben. Rebekka Gammenthaler, Bern

Grosser Fehler

Dass die Kastanienallee gefällt wurde, erachte ich als einen grossen Fehler. Da wurde ein Naturdenkmal dem Erdboden gleichgemacht. Seit rund 40 Jahren beobachte ich diese Allee zu jeder Jahreszeit. Nicht die Miniermotten sind das Problem, sondern in den vergangenen Jahren wurden die Kastanien gekappt. Da ist nicht verwunderlich, wenn die Bäume Jahre später mit Fäulnis, hohlen Stämmen und Pilzbefall
aufwarten und nicht mehr mit gesundem Wachstum reagieren können. Bei der Gloriette, die meines Wissens auch zur Campagne Oberried gehört, wurden die 8 Linden diesen Winter wiederum geköpft. Auch diese Bäume werden zum Sanierungsfall. Dass diese Fällung zum Teil mit öffentlichen Geldern finanziert wird und die Öffentlichkeit nicht oder nur pro forma einbezogen wird, lässt viele Fragen offen.
Fredy A. Grogg, Gärtnermeister, Toffen

(red)