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Baumhäuser und UV-C-LichtSo wollen findige Beizer durch den Corona-Winter kommen

Seit rund zwei Wochen sinken die Umsätze der Stadtberner Restaurants ins Bodenlose. Kreative Ideen sind gefragt, damit sich Gäste auch im Winter in oder vor die Lokale getrauen.

Remo Gygax von der Weinbar Trallala muss sich warm anziehen, denn sein Lokal hat er an die Frischluft verfrachtet.
Remo Gygax von der Weinbar Trallala muss sich warm anziehen, denn sein Lokal hat er an die Frischluft verfrachtet.
Foto: Raphael Moser

20 Gäste an einem Abend in einem der grössten Restaurants von Bern, das Mittagsgeschäft eines Punktelokals geschlossen, sogar am Kornhausplatz herrscht gähnende Leere. Die Berner Beizer kämpfen um Gäste. Seit dem Sommer können Wirte zwar ihre Aussenfläche grosszügiger bestuhlen, doch bei garstigem Herbstwetter nützt auch dies allein nicht viel.

Alldem zum Trotz scheuen die kreativen Gastronomen keinen Aufwand, um Gäste anzulocken. Vier Beispiele:

Warmer Hintern dank Heizkissen

So sehen die Heizkissen der Stadt Bern aus.
So sehen die Heizkissen der Stadt Bern aus.
Foto: PD

Die Stadt Bern kündigte an, den Beizern beim Kauf von Heizkissen finanziell auszuhelfen. Sie übernimmt die Hälfte der Anschaffungskosten. Viele Beizer hätten sich lieber Heizpilze gewünscht und schimpften die Kissen als «Hämorrhoidenkissen». Dennoch scheinen diese ein Erfolg zu sein: Wie Adrian Stiefel, Chef des städtischen Umweltamts, mitteilt, hätten nun doch 38 Betriebe 857 Kissen und Decken gekauft. Deren ökologischer Fussabdruck lässt sich sehen: Die verkauften Heizkissen haben eine Gesamtleistung von etwa 10 kW. Dies entspreche ungefähr einer Heizleistung eines einzigen Heizpilzes, schreibt der Gemeinderat in einer Antwort auf die Anfrage aus den Reihen der SVP-Stadträte. Ein Kissen kostet 45 Franken pro Stück. Wie Stiefel sagt, hätten auch andere Städte bei ihnen angefragt und auch Private sich solche Kissen bestellt. «Ohne den Unterstützungsbeitrag der Stadt natürlich, der nur Beizern zusteht.»

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