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Leserreaktionen«So wird das mit der Energiewende sicher nichts werden»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zur Erhöhung der Staumauern des Grimselsees

Die Betreiber Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) möchten die Staumauer des Grimselsees erhöhen, Naturschützer wehren sich dagegen. Nun wies das Bundesgericht das Vorhaben an den Berner Regierungsrat zurück.
Die Betreiber Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) möchten die Staumauer des Grimselsees erhöhen, Naturschützer wehren sich dagegen. Nun wies das Bundesgericht das Vorhaben an den Berner Regierungsrat zurück.
Foto: Peter Schneider 

Zu «Die Grundlage für die Mauererhöhung fehlt»

So wird das mit der Energiewende sicher nichts werden, jedenfalls nicht auf vernünftigem und finanzierbarem Weg. Windräder nicht, Staumauern nicht – ja was denn nun? Oder denken die Umweltverbände (und Grünen), der Verzicht auf die saubere und schier unerschöpfliche Wasserkraft führe schnell ans hochgepriesene Netto-Null-Ziel? Glauben macht selig. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Züge und Elektroautos nur mit grünen Gedanken und etwas gutem Willen fahren. Strom ist da gefragt, sehr viel Strom vermutlich sogar. Onlinekommentar von Beat Schneider

Grüne Landschaftsschützer gewichten ein paar abgelegene Moorgräser höher als wettersicheren Strom für 100'000 Haushalte. Das Bundesgericht stützt diesen Verhältnisblödsinn mit juristischen Spitzfindigkeiten. Grüne fordern lautstark die Energiewende und behindern den Weg dazu mit Einsprachen an allen Fronten. Diese Blindenergie erfreut einzig die Anwälte. Martin Hauswirth, Thun

Als SVP-Mitglied bin ich wohl kaum ein Grüner. Trotzdem kämpfe ich zusammen mit dem Grimselverein gegen dieses Projekt. Der weitere Ausbau der Wasserkraft wäre bloss Kosmetik. Es gibt einfach in der Schweiz nicht mehr genug Orte, an denen so viele Stauseen gebaut werden könnten, dass diese einen substantiellen Beitrag zur Lösung des Winterstromproblems leisten können. Der Ausbau der Wasserkraft ist auch viel zu teuer. Das Trift-Projekt – die KWO möchte an der Trift für 390 Millionen Franken einen neuen Speichersee und ein neues Kraftwerk bauen – könnte bloss gebaut werden, falls es zur Hälfte subventioniert wird. Mit Geld, das dann für den Ausbau der Photovoltaik fehlen würde. Photovoltaik, Power-to-Gas und Wärmekraftkoppelung können unsere Stromversorgung im Winter sicherstellen. Onlinekommentar von Hans Anderegg


Zu «Die Chronik zweier Samstags-Demonstrationen»

Manchmal stehe ich vor dem Fenster und schaue in die Berge und denke, wie unschön und bedenklich sich viele Dinge entwickeln. Ich und auch viele meiner Freunde und Bekannten stellen fest, dass die politische und menschliche Landschaft in eine fast links-grün-rote Gesinnung übergeht und vieles in Frage stellt, was wir für normal gehalten haben. Ich kann nicht verstehen, dass eine kleine Gruppe von zwölf Personen, die ohne Gewaltandrohung und Beschädigungen eine Kleindemo auf dem Bundesplatz durchführen in den gleichen Topf geschmissen werden wie die Ultralinken, die es sich zum Spass machen am Samstag eine unbewilligte Demo mit rund 100 Teilnehmern zu organisieren. Für letztere musste ein grösseres Polizeiaufgebot mobilisiert werden, um mögliche Chaoten von Gewalt und Beschädigungen abzuhalten. Die Wegweisung auf dem Bundesplatz mit Personalienaufnahme konnte mit einem kleinen Polizeistab vorgenommen werden. Wurden die Personalien der Ultralinken auch aufgenommen? Wer kommt für die Kosten des Polizeiaufgebotes auf? Marcel Zoss, Oberhofen

Zu «Schweiz startet Werbekampagne zu heiklem Zeitpunkt»

Die Diskussion um die Öffnung der Skigebiete ist unsinnig und greift zu kurz. In Ischgl haben sich die Menschen nicht beim Skifahren auf der Piste angesteckt – sondern in den brechend vollen Après-Ski-Bars. Also ganz einfach: Öffnet europaweit die Skipisten aber schliesst die Après-Ski-Bars. Hansjürg Sieber, Bern

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