Zum Hauptinhalt springen

Verfilmung des BestsellerromansSo verunstaltet muss Glenn Close einen Oscar bekommen – oder?

Die Schauspielerin hat sich für «Hillbilly Elegy» nach allen Regeln der Kunst hässlich machen lassen. Normalerweise ein todsicheres Oscarrezept – und es funktioniert auch hier. Es gibt nur ein Problem.

Kleidung ist, was man am Leib hat: Glenn Close als Mamaw im Film «Hillbilly Elegy».
Kleidung ist, was man am Leib hat: Glenn Close als Mamaw im Film «Hillbilly Elegy».
Foto: Lacey Terrell (Netflix)

Sie trägt graues Strubbelhaar, eine monströse Brille, dazu eine ausgeleierte Pyjamahose und überlange T-Shirts mit verwaschenen Aufdrucken. Mamaw (Glenn Close), wie sie genannt wird, muss als Grossmutter ihre Familie zusammenhalten, doch die ist – gelinde gesagt – eine Katastrophe, der Ehemann inklusive, deshalb wohnt der auch ein paar Häuser weiter.

Erster Befund: Verunstalte deine Stars und schick sie durch die emotionale Hölle, dann kannst du Oscars ernten. Dieses Rezept hat oft funktioniert, zuletzt etwa bei Frances McDormand, die in «Three Billboards Outside Ebbing, Missouri» als Rächerin im abgewetzten Overall ein ganzes Kaff aufschreckt, weil ihre Tochter ermordet wurde. Dafür gabs 2018 den Oscar als beste Hauptdarstellerin.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.