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Kolumne «Bern & so»Smoothie

Wie gern würden wir doch astreines Englisch sprechen, nur um dann bei einer Fruchtsaftbestellung jämmerlich daran zu scheitern.

Haben Sie schon mal einen Smoothie bestellt, ohne dass es bescheuert klang? Ich jedenfalls nicht. Hinter der auf den ersten Blick locker-leichten Wortkreation verbirgt sich ein phonetisches Minenfeld. Letzthin versuchte ich vor einer Take-away-Auslage, die Aussprache zu umgehen, und verfiel dabei in ein debiles Stottern: «Ich hätte gern... äh... so einen... äh... Saft da», stammelte ich und zeigte im Stile eines Dreijährigen auf das Produkt des Begehrens.

Ja, so sind wir Millennials eben. Wir schweigen lieber, als dass wir ein englisches Wort falsch aussprechen. Da sind ältere Generationen viel schamloser. Seit Jahrzehnten dürfen die gewisse englische Begriffe ungestraft falsch aussprechen. Die loben dann jeweils ihr «Sönrääis»-Handy-Abo, bestellen im Landgasthof ein «Schwiinsstiik» und tragen gern «Bötten-daun»-Hemden.

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