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Treffen mit GemeindeSicherheitskommission macht sich Bild vom Munitionsdepot Mitholz

Mitglieder der ständerätlichen Sicherheitskommission trafen sich mit einer Delegation der Gemeinde Kandergrund. Im Zentrum des Austausches standen die geplante Räumung des Munitionsdepots.

Hinter dieser Fluh in Mitholz befindet sich das ehemalige Munitionsdepot der Schweizer Armee.
Hinter dieser Fluh in Mitholz befindet sich das ehemalige Munitionsdepot der Schweizer Armee.
Foto: Nik Sarbach

Die ständerätliche Sicherheitskommission hat sich vor Ort ein Bild des ehemaligen Munitionsdepots der Armee in Mitholz gemacht. Dabei führten Kommissionsmitglieder Gespräche mit einer Delegation der Gemeinde Kandergrund.

Im Zentrum des Meinungsaustausches standen die geplante Räumung des Munitionsdepots, die Zusammenarbeit mit dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS sowie die Erwartungshaltung der Gemeinde an den Bund.

Die ständerätliche Sicherheitskommission will die Thematik an einer der nächsten Sitzungen erneut behandeln, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten.

Explosives Erbe

In Felskavernen bei Mitholz lagern noch einige tausend Tonnen alte, bei einer Explosion 1947 verschüttete Armeemunition, darunter auch Fliegerbomben.

Lange Zeit gingen Experten davon aus, dass allfällige weitere Explosionen nur beschränkten Schaden anrichten würden. Erst 2018 kam das VBS in einer neuen Risikoanalyse zum Schluss, dass vom Lager eine grössere Gefahr ausgeht als bis dahin angenommen.

Seither wird über eine Räumung des explosiven Erbes im Innern eines Felsens in Mitholz (Gemeinde Kandergrund) diskutiert. Im vergangenen Februar wurde klar, dass die Räumung Mitholz für ein Jahrzehnt zu einem Geisterdorf machen dürfte.

sda/tag