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Weniger Platz für AutosSichere Veloverbindung auf Lorrainebrücke

Im Bereich der Berner Lorrainebrücke soll das Fahren für Velofahrer sicherer werden. Ab Bollwerk soll eine Autospur abgebaut werden.

Auf der stark befahrenen Lorrainebrücke  ist die Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer anspruchsvoll.
Auf der stark befahrenen Lorrainebrücke ist die Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer anspruchsvoll.
Foto: Adrian Moser

Die Berner Lorrainebrücke soll für Velos sicherer werden. Der Gemeinderat hat dafür einen Kredit von 350'000 Franken verabschiedet, wie er am Donnerstag mitteilte. Das letzte Wort hat das Parlament.

2019 seien schon einige Sicherheitsdefizite behoben worden, schreibt der Gemeinderat. Doch noch immer sei die Situation auf der stark befahrenen Lorrainebrücke für alle Verkehrsteilnehmer anspruchsvoll. In den Spitzenstunden fahren rund 1000 Velos in beiden Richtungen über die Brücke, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Handlungsbedarf besteht laut Gemeinderat besonders auf der Südseite der Brücke, im Bereich Schützenmatte und über den Knoten Hodlerstrasse/Schützenmattstrasse.

In diesem Bereich will der Gemeinderat mit Sofortmassnahmen dafür sorgen, dass Velos auf dem Weg in die Lorraine mehr Platz haben. Stadtauswärts soll ab Bollwerk eine Spur für den motorisierten Verkehr abgebaut werden.

Im Gegenzug kann der Radstreifen auf der ganzen Distanz auf bis zu drei Meter verbreitert werden. Heute ist das erst ab Mitte der Brücke der Fall.

Der Gemeinderat hält es für vertretbar, eine Autospur abzubauen: «Dass dies möglich ist, haben im vergangenen Jahr die Erfahrungen mit der ewb-Baustelle gezeigt.» Während rund zwei Monaten stand die eine Spur den Autofahrern nicht zur Verfügung.

Die Verkehrsplaner studierten die Videoaufnahmen aus jener Zeit und kamen zum Schluss, dass Velofahren damals sicherer war. Das gesamte Verkehrsaufkommen habe sich trotzdem gut bewältigen lassen. «Es gab keine grösseren Einschränkungen für den motorisierten Individualverkehr.»

Tempo 30 weiter blockiert

Auch stadteinwärts braucht es laut Gemeinderat Verbesserungen: Die Verflechtung der Autospuren, die mittige Anordnung des Radstreifens und die Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern sorgten für eine erhöhte Unfallgefahr.

Die Einführung von Tempo 30 brächte aus Sicht des Gemeinderats erste Verbesserungen, doch ist diese Massnahme durch Beschwerden blockiert. Im Rahmen einer Vorstudie sollen weitere Massnahmen für mehr Verkehrssicherheit geprüft werden.

(sda/tag)