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Leserreaktionen«Senioren-Fahrausweise wären sinnvoll»

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Verhaltensregeln sind wichtig: Geisterfahrer können für aussergewöhnliche Gefahr sorgen.
Verhaltensregeln sind wichtig: Geisterfahrer können für aussergewöhnliche Gefahr sorgen.
Screenshot Leservideo 20 Minuten

Zu «Das ist zu tun, wenn ein Geisterfahrer kommt»

Volle Autobahnen sind mir ein Gräuel

Ich habe vom 82. bis zum 90. Altersjahr 80000 Kilometer unfallfrei zurückgelegt. Schon zweimal habe ich den TCS-­Seniorenkurs mit Fahrlehrern absolviert. Flüssig volle Autobahnen sind mir ein Gräuel; von der Auffahrt bis zur Abfahrt fahre ich dank Tempomat mit andauernder Bremsbereitschaft. Es wäre sinnvoll, ab 80 Jahren einen Senioren-Fahrausweis für den Radius von 100 Kilometer vom Wohnort ohne Autobahn einzuführen. Für alte Menschen sind neue Verkehrsführungen und unerwartete Umleitungen eine Herausforderung. Peter Baumgartner, Biel

Zusätzliche Hinweis- oder «Abschreckungssignale»?

Wenn Geisterfahrten zunehmen, drängt sich nebst der Überprüfung der Fahrtüchtigkeit älterer Menschen auch die Frage auf, wie, nach dem Motto «Ursachenbekämpfung statt Ausgrenzung», die Signalisation im Bereich von Autobahnausfahrten verbessert werden könnte. Wenn wir Milliarden aufwenden für Verkehrsmassnahmen wie Umfahrungsstrassen, Untertunnelungen, Überwachungs- und Leitsysteme, Begegnungs- und Langsamzonen, getrennte Radwege, Verkehrspoller, Auswechseln von «männlichen» Fussgängersignalen und so weiter, müsste doch auch ein bescheidener Betrag zur Verhinderung solcher Vorkommnisse eingesetzt werden. Zusätzliche Hinweis- oder «Abschreckungssignale»? Der Markt bietet heute jede Menge spottbillige, leicht montierbare, netzunabhängige Warn-, Blink- und Signallampen an, deren Bewegungs- oder Annäherungsmelder einen Falschfahrer noch vor dem Erreichen der Autobahnspur durch eine rote Lampe oder Blinker zum sofortigen Handeln veranlassen würden. Toni Brunner, Münchringen

Seid mutig und besucht einen Optiker

Liebe Autofahrerinnen und Autofahrer, einmal mehr hat ein Geisterfahrer schreckliche Unfälle verursacht. Wie es scheint, hatte er Sehprobleme. Ich hatte schon öfters die Vermutung, dass viele Autofahrer, die sich im Strassenverkehr seltsam verhalten, auch Sehprobleme haben könnten. Bitte seid so mutig und besucht einen Optiker oder Augenarzt und lasst euch beraten. Ich bin mir bewusst, dass es hart sein kann, das Autofahren aufzugeben, aber wenn ich denke, wie viele Unfälle und wie viel Leid man damit vermeiden könnte, lohnt es sich allemal. Esther Thierstein, Ittigen

Zu «Uni Bern untersucht zwielichtigen Ehrendoktortitel»

Lasst die Toten ruhen

Der Dokfilm «African Mirror» von Mischa Hedinger verrät ein Geheimnis, das nie eines war, zumindest nicht für die damalige Generation. Es ist befremdlich, wenn eine Universität unter dem Druck der «Political Correctness» eine Ehrung zurückziehen will – ein bisher einmaliger Vorgang hierzulande! –, welche 1967 von einem Gremium ebendieser Universität ausgesprochen wurde, um die Verdienste des Filmemachers und Schriftstellers zu würdigen. René Gardi erhielt nach seiner bedingten Verurteilung wegen unzüchtiger Handlungen mit Minderjährigen ein zehnjähriges Berufsverbot als Lehrer, aber es gibt kaum eine Schule, die ihn danach nicht mit offenen Armen als Vortragsreisenden empfangen hätte. Selbst das Schweizer Fernsehen mit dem damaligen Moderator seiner Jugendsendung, Ueli Schmezer, bot Gardi eine Plattform. Also, was solls? Lasst die Toten ruhen. Daniel Krüger, Muri

(dog)