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Winter in Bern zu kalt und zu trocken

Der Winter 2016/2017 fiel in den Bergen zu mild aus, im Mittelland war er jedoch leicht zu kalt. Ausserdem fiel deutlich zu wenig Niederschlag.

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Die eisigen Temperaturen Anfang Januar sorgten auch dafür, dass der Winter zu kalt war. (3.1.2017)
Die eisigen Temperaturen Anfang Januar sorgten auch dafür, dass der Winter zu kalt war. (3.1.2017)
Florine Schönmann

Der erste Wintermonat zeigte sich auf der Alpennordseite grösstenteils hochdruckbestimmt und geprägt von Inversionswetterlagen. Während es auf den Bergen oft sonnig war, verblieb das Flachland an zahlreichen Tagen in einem Kaltluftsee, über dem meist eine Nebel- oder Hochnebeldecke verharrte, welche die Temperaturen in den tiefen Lagen im Tagesverlauf jeweils nur geringfügig ansteigen liessen.

Gemeinsam mit einer Kältewelle im Januar sind die Inversionswetterlagen dafür verantwortlich, dass der vergangene Winter im Flachland der Alpennordseite verbreitet leicht zu kalt ausfiel. Dies schreibt MeteoNews am Mittwoch in einer Mitteilung.

Mehr Sonnenstunden

Die Durchschnittstemperatur, die das Thermometer in Bern-Zollikofen registrierte, ist mit -0,4 Grad deutlich kälter als der Durchschnitt. In den Jahren 1981 bis 2010 betrug die Temperatur nämlich durchschnittlich 0,3 Grad. Die Sonnenstunden in Bern lagen diesen Winter hingegen mit 239 über dem langjährigen Schnitt von 200 Sonnenstunden.

Oberhalb der Nebeldecke wurde die Luft hingegen jeweils kräftig erwärmt, sodass beispielsweise auf dem Pilatus gar ein Temperaturüberschuss vom 1.6 Grad verzeichnet wurde. Mit mehr als 472 Stunden in den letzten drei Monaten schien die Sonne auf dem Luzerner Hausberg überdurchschnittlich oft.

Auf der Alpensüdseite gestaltete sich der Winter zu warm und deutlich zu trocken, sodass zeitweise erhebliche Waldbrandgefahr herrschte.

Zu wenig Niederschlag

Es war diesen Winter zu kalt, aber auch zu trocken. Schuld an dieser Niederschlagsarmut ist der aussergewöhnlich trockene Dezember 2016. Einzelne Messstationen in der Schweiz registrierten gar einen Dezember ohne einen einzigen Millimeter Niederschlag.

In Bern regnete es im Winter lediglich 106 Millimeter, dies sind 83 Millimeter weniger als im Schnitt seit 1981.

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