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Übernehmen bei der SP die «Salonsozialisten»?

Die Gewerkschaften sind im neuen Nationalrat geschwächt. Das liege am eigenen Erfolg, sagen Sozialdemokraten – und an der Frauenfrage.

Das waren noch Zeiten: 2003 sassen zwei Dutzend gewerkschaftsnahe Parlamentarier in Bern. Und der Rückhalt auf der Strasse war gross: Demonstration gegen Sozialabbau in der Berner Innenstadt, ebenfalls 2003. Foto: Pascal Lauener (Reuters)

Das waren noch Zeiten: 2003 sassen zwei Dutzend gewerkschaftsnahe Parlamentarier in Bern. Und der Rückhalt auf der Strasse war gross: Demonstration gegen Sozialabbau in der Berner Innenstadt, ebenfalls 2003. Foto: Pascal Lauener (Reuters)

Fabian Renz@renzfabian01

Seine Rückkehr in den Nationalrat hat sich Pierre-Yves Maillard vermutlich anders vorgestellt. Der Waadtländer Sozialdemokrat, seit Mai Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB), schaffte sein Comeback nach 15-jähriger Nationalratsabsenz zwar mit einem sehr guten Resultat. Doch das gewerkschaftliche Netzwerk im Parlament ist seit den Wahlen vom 20. Oktober stärker ausgedünnt, als dies zu erwarten war. Der neu zusammengesetzte ­Nationalrat zählt nur etwa 10 bis 15 Mitglieder, die dem gewerkschaftlichen Umfeld zugerechnet werden können. Dafür verantwortlich sind zahlreiche, meist unfreiwillige Abgänge:

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