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Die alte Zauberformel ist tot – so könnte die neue aussehen

Nach dem grünen Erdrutschsieg vom Sonntag funktioniert die 60 Jahre alte Regel zur Verteilung der Bundesratssitze nicht mehr.

Hier kam die Zauberformel zum ersten Mal zum Einsatz. Der Gesamtbundesrat mit Bundeskanzler Charles Oser (ganz rechts) von 1959. Foto: Keystone
Hier kam die Zauberformel zum ersten Mal zum Einsatz. Der Gesamtbundesrat mit Bundeskanzler Charles Oser (ganz rechts) von 1959. Foto: Keystone

Die Schweiz muss sich von alten Gewissheiten verabschieden. Die Parlamentswahlen haben die Kräfte so stark verschoben, dass das Folgen haben muss für den Bundesrat. Die 60 Jahre alte Zauberformel ist nicht mehr haltbar.

Massgeblich geprägt wurde die Zauberformel im Jahr 1959 vom damaligen CVP-Generalsekretär Martin Rosenberg. Seither lautet sie unverändert 2:2:2:1. In diesem Verhältnis sollen die grössten Parteien im Bundesrat vertreten sein: je zwei Sitze für die drei stärksten, ein Sitz für die viertstärkste Kraft. Jahrzehntelang passte diese Formel perfekt zu den Kräfteverhältnissen im Parlament. SP, FDP und CVP hatten jeweils 20 bis 25 Prozent Wähleranteil, die SVP hatte halb so viel. Als die Kräfteverhältnisse sich verschoben, wechselte 2003 ein Sitz von der CVP zur SVP.

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