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Zuger Verkehr in den Boden – für fast eine Milliarde Franken

Stadttunnel heisst das umstrittene Jahrhundertprojekt, und es kommt am 14. Juni an die Urne. Heute hat der Stadtrat darüber befunden.

Eine Innenstadtzone soll verkehrsbefreit werden: Die Zuger Tunnelpläne.
Eine Innenstadtzone soll verkehrsbefreit werden: Die Zuger Tunnelpläne.
PD

Die fünf Zuger Stadträte sind sich einig: Den Stadttunnel braucht es, und er kann finanziert werden. Erstmals überhaupt hat die Stadtregierung geschlossen und öffentlich Stellung genommen zu einer kantonalen Abstimmungsvorlage.

Die fünf Exekutivmitglieder gehören fünf verschiedenen Parteien an: Je einer ist Mitglied von SP, SVP, FDP, CVP und CSP. In der Frage des Stadttunnels demonstrieren sie Einigkeit.

Es gebe wenige Momente im Leben, in denen man die Zukunft in die Hand nehmen könne, sagte Stadtpräsident Dolfi Müller (SP) am Montag vor den Medien. Jetzt habe die Stadt Zug die Möglichkeit dazu, und sie sollte sie nutzen.

Grosse Verkehrsbelastung

Die Stadtratsmitglieder wiesen auf die grosse Verkehrsbelastung der Innenstadt hin. Angesichts des Bevölkerungswachstums müsse diese aber für die Öffentlichkeit zurückgewonnen werden. Flankierende Massnahmen zum Tunnel sorgten dafür, dass die Quartiere nicht unter zusätzlichem Verkehr litten. Weniger Verkehr bedeute zudem nicht zuletzt auch sicherere Schulwege.

Im Tunnel geht es weiter: Skizze des Projektkoordinators Ernst Basler + Partner.
Im Tunnel geht es weiter: Skizze des Projektkoordinators Ernst Basler + Partner.

Der von der Stadt an den Tunnel zu leistende Beitrag von 100 Millionen Franken verteilt sich über einen Zeitraum von zehn Jahren. 10 Millionen pro Jahr – das sei zwar eine Herausforderung, könne bei guter Planung aber gemeistert werden. Auch ohne Steuererhöhung blieben genügend Mittel für andere Investitionen in die Infrastruktur.

Jahrhundertprojekt

Das Jahrhundertprojekt, das am 14. Juni zur Abstimmung kommt, kostet insgesamt 890 Millionen Franken. Der Kanton übernimmt 235 Millionen. Über die «Spezialfinanzierung Strassenbau» steuern die Autofahrenden 255 Millionen Franken zweckgebundene Mittel bei. Sie stammen aus dem Nettoertrag der Motorfahrzeugsteuer und dem Kantonsanteil des Treibstoffzuschlags und werden jährlich geäufnet.

Zudem soll die Motorfahrzeugsteuer um 25 Prozent erhöht werden – zweckgebunden und befristet, bis der Teilbetrag von 300 Millionen Franken erreicht ist. Sagen die Stimmberechtigten Ja zum Projekt, kann frühestens 2022 mit dem Bau begonnen werden.

SDA

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