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«Wir sind gekommen, um zu bleiben – unsere Bundesrätin auch»

Die BDP will mit aller Kraft für die Wiederwahl ihrer Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf kämpfen. Bei den Wahlen sucht die Partei gezielt die Stimmen bürgerlicher Frauen.

Für mehr Sachlichkeit: Bundesrätin Widmer-Schlumpf an der BDP-Parteiversammlung.
Für mehr Sachlichkeit: Bundesrätin Widmer-Schlumpf an der BDP-Parteiversammlung.
Keystone

Das machte Vizepräsidentin Barbara Janom Steiner am Samstag an einer Parteiversammlung in Zofingen AG klar. Man lasse sich nicht ablenken oder gar entmutigen. «Wir müssen kämpfen und mit aller Kraft die Basis für die Erneuerungswahl des Bundesrates legen», betonte Janom Steiner, Bündner Regierungsrätin und BDP-Vizepräsidentin.

Bundesrätin Widmer-Schlumpf stellte sie einen guten Leistungsausweis aus. Die Sachkompetenz müssten mittlerweile sogar ihre politischen Gegner anerkennen. Bei einer Volkswahl der Landesregierung wäre Widmer-Schlumpf «ganz klar gewählt». Die BDP ziehe die Bundesrätin nicht zurück. «Wir sind gekommen, um zu bleiben - unsere Bundesrätin auch», sagte Janom Steiner und erntete von den rund 200 Personen tosenden Applaus. An der Parteiversammlung wurden keine Beschlüsse gefällt, sondern die Parteibasis auf den Wahlkampf eingeschworen.

Widmer-Schlumpf: Vertrauen gibts für Leistung

Bundesrätin Widmer-Schlumpf sagte, Vertrauen könne man nicht kaufen oder es sich einfach holen. «Vertrauen wird einem geschenkt, wenn man etwas geleistet hat», sagte die Bundesrätin. Es scheine ihr klar, «dass die Schweizer Politik etwas weniger Marketing, dafür mehr Sachlichkeit gut tun würde». Die Schweiz brauche konstruktive Kräfte.

Wer das Politmarketing auf Basis von Schlagworten zu bunt treibe, müsse sich auf lange Sicht nicht wundern, wenn die Politik an Glaubwürdigkeit verliere. Frauen müssten sich vermehrt einbringen. In den Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung und der Ökologie hätten die Frauen oft eine spezielle Sensibilität. Mit ihren Lebenserfahrungen brächten die Frauen zum Teil andere Aspekte in die Politik als Männer.

Bürgerliche Wählerinnen umwerben

Die BDP sucht bei den Wahlen gezielt die Stimmen bürgerlicher Frauen. Diese sollten sich wieder vermehrt exponieren, sagte Vizepräsidentin Janom Steiner. In der BDP würden auch die bürgerlich denkenden Frauen in der ersten Reihe sitzen. Nur so könne dem immer stärkenden werdenden polemischen und aggressiven Politstil Einhalt geboten werden. Die BDP wolle eine «faire, offene und pragmatische Sachpolitik» betreiben, betonte Janom Steiner.

Die BDP möchte bei den eidgenössischen Wahlen am 23. Oktober die Zahl der Sitze im Nationalrat von 5 auf auf 10 verdoppeln und mindestens den Berner BDP-Ständeratssitz von Werner Luginbühl halten.

SDA/jak

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