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«Wir sind daran, den Kanton kaputtzusparen»

Trotz einer radikalen Gemeindefusion schreiben die Gemeinden im Kanton Glarus rote Zahlen. Im Interview zeichnet der SP-Jungpolitiker Marco Kistler ein düsteres Bild der Zukunft.

Marco Kistler, Mitglied im Glarner Kantonsparlament und der Exekutive von Glarus Nord, macht die Steuerpolitik für die leeren Kassen der Gemeinden verantwortlich.
Marco Kistler, Mitglied im Glarner Kantonsparlament und der Exekutive von Glarus Nord, macht die Steuerpolitik für die leeren Kassen der Gemeinden verantwortlich.
Keystone
Seit 1. Januar 2011 ist Glarus Süd - zusammengefasst aus Betschwanden, Braunwald, Elm, Engi, Haslen, Linthal, Luchsingen, Matt, Mitlödi, Rüti (GL), Schwanden (GL), Schwändi und Sool - die grösste Gemeinde der Schweiz.
Seit 1. Januar 2011 ist Glarus Süd - zusammengefasst aus Betschwanden, Braunwald, Elm, Engi, Haslen, Linthal, Luchsingen, Matt, Mitlödi, Rüti (GL), Schwanden (GL), Schwändi und Sool - die grösste Gemeinde der Schweiz.
Keystone
Obwohl der Bier- und Getränkehersteller Carlsberg jüngst nach Glarus gezogen ist, sind die Unternehmenssteuern im Kanton tief.
Obwohl der Bier- und Getränkehersteller Carlsberg jüngst nach Glarus gezogen ist, sind die Unternehmenssteuern im Kanton tief.
Keystone
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Vor zweieinhalb Jahren hatten 25 Glarner Gemeinden zu drei Grossgemeinden fusioniert. Doch alle drei Gemeinden schreiben rote Zahlen. Wo orten Sie die grössten Probleme? In den letzten Jahren haben wir die Steuern für Vermögende, Erbschaftssteuern und Unternehmenssteuern gesenkt. Heute haben wir die tiefsten Steuereinnahmen seit Jahren, die Unternehmenssteuern tendieren gegen null. Wir versuchen zu verhindern, dass wird deswegen Leistungen abbauen müssen, etwa Bibliotheken zu schliessen oder bei der Schneeräumung zu sparen. Das will hier wirklich niemand.

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