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«Wir haben erst ein Etappenziel erreicht»

Um die Kosten im Gesundheitswesen nicht nur kurz-, sondern auch langfristig in den Griff zu bekommen, seien Reformen nötig, sagt Gesundheitsminister Didier Burkhalter. Dazu gehöre etwa die Managed-Care-Vorlage, die morgen im Parlament zur Schlussabstimmung kommt.

Brigitte Walser

Herr Bundesrat, bis vor kurzem schien das Parlament in der Gesundheitspolitik blockiert zu sein. Jetzt aber steht eine Reform kurz vor dem Abschluss. Sind Sie zuversichtlich, dass sie durchkommt? Didier Burkhalter: Ja, diese Session ist sehr erfreulich verlaufen, das Parlament versteht uns immer besser und vertraut uns immer mehr, auch wenn das nicht heisst, dass es allem zustimmt. Ich finde es fast schade, dass nun ein neues Parlament gewählt wird.

Mit der Reform will das Parlament Ärztenetzwerke zum Standard erklären. Gegen diese Managed-Care-Vorlage kommt nun aber von den Ärzten Widerstand. Enttäuscht Sie das? Nein, auch wenn die Vorgehensweise etwas fragwürdig ist, denn ein Teil der Ärzte war schon bereit, das Referendum zu unterstützen, bevor die Vorlage überhaupt fertig beraten war. Aber wir haben erwartet, dass diese Reform zu Debatten führen wird. Die Arbeit in einem Netzwerk ist für viele Ärzte neu, ich verstehe sehr gut, dass da Ängste vor einer ungewissen Zukunft aufkommen. Es müssen neue Formen des Arztberufes gefunden werden. Gerade viele junge Ärzte und viele Ärztinnen schliessen sich Netzwerken an, denn sie möchten nicht als Einzelkämpfer und rund um die Uhr tätig sein. Ich erhalte denn auch viele Rückmeldungen von Ärzten, die Managed Care begrüssen.

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