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Wie Richter den dringenden Bau des Alarmsystems blockieren

Die Schweiz braucht dringend ein neues Alarmnetz für radioaktive Strahlung. Nach einem Streit zwischen Bund und AKW-Betreibern verzögert nun das groteske Verhalten des Bundesverwaltungsgerichts den Bau des Netzes.

Das neue Netz – im Ernstfall ein für Tausende Menschen überlebenswichtiges Alarmierungssystem – könnte längst gebaut sein
Das neue Netz – im Ernstfall ein für Tausende Menschen überlebenswichtiges Alarmierungssystem – könnte längst gebaut sein
Andreas Blatter

Heute darf man schmunzeln über die Einschätzung der Bundesbehörden in den frühen 90er-Jahren. Sie waren nach der Katastrophe von Tschernobyl felsenfest überzeugt, dass eine nukleare Katastrophe ausschliesslich vom Ausland her droht. Einheimische AKW hielt man buchstäblich für bombensicher.

So baute der Bund ein Alarmierungssystem mit Messsonden an elf Standorten schön entlang der Landesgrenze. Ein weiteres Problem: Die Messgeräte sind heillos veraltet. Das System muss allfällige Radioaktivität in der Luft messen und bei einem Anstieg bei der nationalen Alarmzentrale Alarm auslösen.

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