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Widmer-Schlumpf begrüsst Abbau bei der UBS

An einer öffentlichen Veranstaltung in Bern hat sich Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf erstmals zum massiven Stellenabbau der UBS geäussert.

«Wir haben eine riesige Diskussion geführt über ‹too big to fail› in der Schweiz. Eine Teildiskussion betraf immer auch das Investmentbanking»: Eveline Widmer-Schlumpf. (Archivbild)
«Wir haben eine riesige Diskussion geführt über ‹too big to fail› in der Schweiz. Eine Teildiskussion betraf immer auch das Investmentbanking»: Eveline Widmer-Schlumpf. (Archivbild)
Keystone

«Ich begrüsse das sehr», sagte die Magistratin zur Entwicklung bei der grössten Bank der Schweiz. «Wir haben eine riesige Diskussion geführt über ‹too big to fail› in der Schweiz. Eine Teildiskussion betraf immer auch das Investmentbanking», erklärte Widmer-Schlumpf an einer öffentlichen Veranstaltung der deutschen Wochenzeitung «Die Zeit» am Mittwochabend in Bern. Dass die UBS von sich aus tätig geworden sei, sei sicher richtig.

Zwar sei jeder Stellenabbau schlimm, in diesem Fall sei der Abbau jedoch unumgänglich, sagte Widmer-Schlumpf in der Sendung «Heute Morgen» von Schweizer Radio DRS. Man müsse die Stellensituation der Grossbanken mit der Zeit vergleichen, bevor sie so stark ins Investmentbanking eingestiegen seien. Jetzt sei ein Rückbau dieser Stellen nötig, weil die Institute völlig neben den Gesetzmässigkeiten operiert hätten.

Weniger Risiko für den Staat

Für die Betroffenen sei das eine Tragik, für das System als solches gehe es nicht anders. Die Strukturbereinigung der Grossbank reduziere das Risiko eines erneuten Eingreifens des Staates. Ausserdem werde sich das Ansehen der Bank verbessern, hielt die Bundespräsidentin fest.

Von den aktuell rund 63'500 Mitarbeitern verlieren in den nächsten drei Jahren 9000 bis 10'000 ihren Arbeitsplatz. Etwa ein Viertel von ihnen befindet sich im Heimmarkt, wie die UBS am Dienstag bekannt gab.

Grosser Abbau in London und New York

Damit wird jeder zehnte Schweizer UBS-Arbeitsplatz gestrichen. Sorgen machen müssen sich vor allem Informatiker, Personalverantwortliche und andere UBS-Mitarbeiter, die für die Investmentbank tätig, aber selber keine Investmentbanker sind. Ermotti betonte aber vor den Medien, dass die Schweiz unterdurchschnittlich betroffen sei.

Der ganz grosse Abbau – einer der grössten der letzten Jahre in der Bankenindustrie – findet in den USA und in Grossbritannien statt. In London und New York konzentriert die Bank ihre Investmentbanker, deren Möglichkeiten Verwaltungsratspräsident Axel Weber und Konzernchef Ermotti nun stark einschränken wollen.

SDA

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