«Wenn die SRG keinen Franken wert ist, können wir zusperren»

Der österreichische Topjournalist Armin Wolf fürchtet sich vor einer Zukunft ohne öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Initiativen wie No Billag würden die Gesellschaft in ihrem Kern angreifen.

«Das wäre wirklich tragisch»: Armin Wolf über eine mögliche Annahme der No-Billag-Initiative. Foto: Oscar Alessio (SRF)

«Das wäre wirklich tragisch»: Armin Wolf über eine mögliche Annahme der No-Billag-Initiative. Foto: Oscar Alessio (SRF)

Sie moderieren die wichtigste Sendung in Österreich und sind für Ihren harten Interviewstil bekannt. Wie hat sich die «Zeit im Bild 2» (ZIB) zur «nationalen Anklagebank» entwickelt, wie es einige nennen?
Es ist keine Anklagebank. Die ZIB 2 war immer schon eine wichtige Sendung für den politischen Diskurs in Österreich. Ein normaler Wähler hat nur wenig Chancen, einem Politiker direkt gegenüberzutreten. Die meisten nehmen wir nur medial vermittelt wahr. Ein Liveinterview im Fernsehen ist eine der ­wenigen Möglichkeiten, in denen man einem Politiker direkt gegenübersitzt und Fragen stellen kann. Ich mache das stellvertretend für die 600'000 Zuschauer der ZIB 2. Ich versuche Politiker mit Kritik, Einwänden und Widersprüchen in ihrer Argumentation zu konfrontieren. In einer Demokratie ist Politik legitimations­pflichtig.

Berner Zeitung

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