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«Wenn die Schweiz sich nicht anstrengt, wird sie zerdrückt»

Der ökologische Fussabdruck zeigt, dass wir deutlich mehr natürliche Ressourcen verbrauchen, als die Erde hergibt. Das Instrument ist umstritten. Mathis Wackernagel, Miterfinder dieses Fussabdrucks, erklärt den Nutzen des Modells.

Die Schweiz müsse schneller nachhaltig wirtschaften als andere Länder, sagt Mathis Wackernagel, Erfinder des ökologischen Fussabdrucks.
Die Schweiz müsse schneller nachhaltig wirtschaften als andere Länder, sagt Mathis Wackernagel, Erfinder des ökologischen Fussabdrucks.
Manuela Matt

Sie haben gemeinsam mit William Rees den ökologischen Fussabdruck erfunden. Heute arbeiten weltweit Organisationen und Politiker mit diesem Instrument. Wie erklären Sie sich den Erfolg? Mathis Wackernagel: Mich überzeugt der Erfolg nicht: Zwar ist der Fussabdruck weltweit bekannt, ein Umdenken hat er jedoch nicht herbeigeführt. Zwei Faktoren haben den Fussabdruck bekannt gemacht: Erstens ist das Konzept leicht nachvollziehbar, da es von Flächen ausgeht, die sich Menschen vorstellen können. Das Wort «Fussabdruck» oder «Footprint» hilft dabei. Und zweitens ist er immer noch die einzige Messgrösse, die vergleicht, wie viel wir brauchen im Vergleich zu dem, was die Erde erneuern kann. Ohne eine solche Messgrösse bringt es wenig, über nachhaltige Entwicklung zu diskutieren.

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