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Wenn ausgelost statt gewählt würde

Damit Politiker das Volk wirklich in seiner Breite vertreten, müssten sie per Los bestimmt werden. Das fordert der belgische Historiker und Autor David Van Reybrouck (46) in seinem Buch «Gegen Wahlen».

Demokratieverfechter David Van Reybrouck, letzte Woche auf einem Podium der Solothurner Literaturtage.

Demokratieverfechter David Van Reybrouck, letzte Woche auf einem Podium der Solothurner Literaturtage.

(Bild: Keystone)

Herr Van Reybrouck, Sie kritisieren in Ihrem letzten Buch Wahlen und fordern, Volksvertreter per Los zu bestimmen. Gehen Sie überhaupt noch wählen?David Van Reybrouck: Doch, ich wähle. Obwohl ich Wahlen für ein fragwürdiges Mittel halte. Eine Demokratie, die sich darauf beschränkt, hat keine Zukunft. Wer aber hungrig ist nach Demokratie, isst den kleinsten Apfel, auch wenn er davon nicht satt wird.

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