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Weniger Arbeitslose in der Schweiz

Im März waren in der Schweiz 130'413 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit ist die Quote auf 2,9 Prozent gesunken.

13'517 weniger Personen als im Februar waren arbeitslos gemeldet: Empfang des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums RAV in Thun. (Symbolbild)
13'517 weniger Personen als im Februar waren arbeitslos gemeldet: Empfang des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums RAV in Thun. (Symbolbild)
Gaetan Bally, Keystone

Der Schweizer Wirtschaftsmotor brummt. Das zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im März besonders deutlich.

Im März waren erneut weniger Menschen in der Schweiz arbeitslos. Die Arbeitslosenquote sank von 3,2 Prozent im Vormonat auf 2,9 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte.

Demnach waren in absoluten Zahlen per Ende März 130'413 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registriert und damit 13'517 weniger als noch im Februar. Innert Jahresfrist verringerte sich die Arbeitslosigkeit gar um 21'867 Personen.

Saisonale und technische Faktoren zu berücksichtigen

Dass die Zahl der Arbeitslosen im März abnimmt, ist nicht erstaunlich. Unter anderem dank anziehender Bautätigkeit werden typischerweise in der ersten Jahreshälfte mehr Angestellte auf dem Arbeitsmarkt benötigt.

Auch eine technische Anpassung beim Erfassen der Arbeitslosen wirkte sich auf den Rückgang aus. Neu werden Personen, die beispielsweise in den Zwischendienst vermittelt werden, nicht mehr von Hand erfasst, sondern automatisch zugeordnet. Durch diese Umstellung seien Fehler aufgetaucht, weshalb zusätzlich 4000 Personen rein mutationsbedingt nicht mehr als arbeitslos gelten.

Dennoch lasse sich der vergleichsweise starke Rückgang im März nicht nur auf saisonale und technische Faktoren zurückführen, sagte Oliver Schärli, Leiter Arbeitsmarkt und Arbeitslosenversicherung beim Seco an einer Telefonkonferenz. Etwa 2000 der rund 13'500 Personen seien dank der guten Konjunktur wieder im Arbeitsmarkt integriert.

Erholung breit abgestützt

Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich in der ganzen Schweiz. Es gebe keine signifikanten Divergenzen zwischen den Regionen, kommentierte der Experte. Überall seien die Vorzeichen richtig.

Auch über die drei Wirtschaftssektoren betrachtet sind laut Schärli wieder mehr Personen beschäftigt. Von der wirtschaftlichen Belebung profitierte vor allem auch die zuvor stark vom Frankenschock belastete Exportindustrie, betonte Schärli.

Entsprechend wurden im Berichtsmonat auch deutlich weniger Stellensuchende gemeldet. Deren Zahl nahm im März verglichen mit Februar um 7'498 auf 201'119 Personen ab. Gleichzeitig meldeten Unternehmen wieder mehr offene Stellen. Bei den RAV waren Ende März 13'228 offene Stellen gemeldet ( 106 Stellen).

Mit den Arbeitslosenzahlen des Monats März publizierte das Seco auch die Daten der Kurzarbeit vom Januar. Die Zahl der Mitarbeiter, die von Kurzarbeit betroffen sind, nahm um 582 auf 1941 Personen zu ( 42,8 Prozent). Zudem griffen auch mehr Betriebe zu dieser Massnahme.

Weniger alte und junge Arbeitslose

Erfreulich ist die Entwicklung in der Alterskategorie der Jugendlichen. Unter den 15- bis 24-Jährigen verringerte sich die Zahl der Stellenlosen im März im Vergleich zum Februar um 2240 Personen auf 13'551. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es sogar 4012 Jugendliche weniger, die keine Arbeit hatten.

Ein positives Bild zeigt sich ebenso bei den Arbeitslosen im Alter von 50 Jahren und mehr. Im Monatsvergleich waren 2483 Personen weniger in dieser Alterskategorie als arbeitslos gemeldet (36'639). Innert Jahresfrist betrug der Rückgang 3310 Menschen. Diese Entwicklung bestätige, dass sich der Schweizer Arbeitsmarkt hoch integrativ verhalte, sagte Schärli.

Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt dürfte anhalten. «Wir sind zuversichtlich, dass der vom Bund vorausgesagte Jahresschnitt einer Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent erreicht oder gar unterboten wird», sagte Schärli. Demnach werde die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten weiter schrumpfen, bevor sie im Herbst saisonal bedingt wieder ansteigt.

SDA/sep

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