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Walliser Spendenaffäre: Marianne Imfeld akzeptiert Urteil nicht

Die ehemalige Gemeinderätin von Mörel hatte vor acht Jahren Spenden verheimlicht. Gegen das Urteil des zweifachen Betrugs rekurriert sie jetzt beim Bundesgericht.

Imfeld fordert Freisprüche in allen Punkten. Das Walliser Kantonsgericht hat sie des zweifachen Betrugs schuldig gesprochen und sie zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen verurteilt. Sie wolle den Fall nun durchs höchste Gericht beurteilen lassen, bestätigte Imfeld am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht des «Walliser Boten».

Nach den Unwettern vom Oktober 2000 hatte die Gemeinde Mörel gegenüber den Kantonsbehörden Spenden verheimlicht - unter anderem rund 770'000 Franken von den Leserinnen und Lesern der «Aargauer Zeitung». Dadurch konnte Mörel auch Geld von der Glückskette in gleicher Höhe beziehen. Nachdem die Betrugsfälle aufgeflogen waren, bezahlte Mörel das Geld an die Glückskette zurück.

Zuerst schuldig, dann teilweise frei gesprochen

Das Kreisgericht Oberwallis verurteilte die Gemeindepräsidentin sowie den Gemeindeschreiber in erster Instanz wegen Veruntreuung und Betrugs. Den dritten Angeklagten - einen Kantonsbeamten, der sich um die Spendenzuteilung gekümmert hatte - sprach das Gericht frei.

In zweiter Instanz gab das Kantonsgericht den beiden Gemeindevertretern aus Mörel teilweise recht: Der Gemeindeschreiber wurde in allen Punkten freigesprochen und das Urteil wegen Veruntreuung gegen Marianne Imfeld aufgehoben. Die Gemeindepräsidentin hofft nun, auch vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen zu werden.

SDA/oku

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