Walfang: «Auch die Schweiz trägt Verantwortung»

Der Zoologe Bruno Mainini steht als erster Schweizer an der Spitze der Internationalen Walfangkommission (IWC). Im Interview erklärt er, was die Schweiz mit Walfang zu tun hat und weshalb viele Tierschützer falsche Prioritäten setzen.

Diplomatisch und weit gereist: IWC-Vorsitzender Bruno Mainini hat Wale in allen Ozeanen der Welt gesehen.

(Bild: zvg)

Kein Meter Küste verbindet die Schweiz mit dem Meer. Noch nie ist ein Meeressäuger durch Schweizer Walfänger zu Tode gekommen. Dennoch stehen Sie als erster Schweizer an der Spitze der IWC. Was hat unser Land mit Walfang zu tun?Bruno Mainini: Mehr als man auf den ersten Blick denkt. Zwei Beispiele: Von allen Binnenländern unterhält die Schweiz die grösste Hochseehandelsflotte; grosse und schnelle Schiffe stellen eine erhebliche Gefahr für Wale dar. Schweizer Konsumenten verzehren Meeresfische und -früchte in rauen Mengen; der weltweit wachsende Fischkonsum führt zu einer massiven Überfischung der Ozeane, die den Walen zum Verhängnis werden kann. Mit dem Meer sind alle verbunden, auch die Binnenländer. Alle müssen Verantwortung übernehmen.

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