Wachsende Besorgnis bei Schweizer Juden

Nach den Anschlägen in Paris sind auch Schweizer Juden besorgt. Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund spricht von einer «erhöhten Wachsamkeit».

Über 200 Personen fanden sich am Sonntag vor dem Supermarkt Koscher City in Zürich-Wiedikon ein, um gegen den Anschlag in Paris zu demonstrieren. Foto (Archiv): Sophie Stieger

Daniel Foppa@DFoppa

Die Anschläge von Paris haben die jüdische Gemeinschaft in Frankreich besonders erschüttert. Wie bei den Attentaten auf eine jüdische Schule in Toulouse 2012 und das jüdische Museum in Brüssel 2014 mit jeweils vier Toten starben im Koscher-Supermarkt in Paris vier Personen, nur weil sie Juden waren oder sich in jüdischen Gebäuden aufhielten. Laut dem jüdischen Wochenmagazin «Tachles» können sich Juden in Frankreich kaum noch mit einer Kippa auf der Strasse zeigen und ihre Kinder kaum mehr in öffentliche Schulen schicken, weil sie dort angefeindet werden. Letztes Jahr sind 7000 Juden aus Frankreich nach Israel ausgewandert – so viele wie nie zuvor.

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