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«Versorgt und vergessen - Ehemalige Verdingkinder erzählen»

Noch bis 1970 wurden Hunderttausende Kinder in der Schweiz zur Arbeit auf Bauernhöfen «verdingt». Dazu wird heute Abend das Buch «Versorgt und vergessen» in Basel präsentiert. Es beinhaltet die Ergebnisse einer neuen Studie des Nationalfonds.

Der Basler Soziologieprofessor Ueli Mäder zur Geschichte der Verdingkinder.

Im 19. und 20. Jahrhundert wurden in der Schweiz Hunderttausende Kinder fremdplatziert, viele davon «verdingt». Das heisst, sie mussten bereits im Kindesalter für ihren Lebensunter- halt arbeiten. Im Rahmen einer Nationalfondsstudie wurden in den letzten vier Jahren zahlreiche Gespräche mit ehemaligen Verdingkindern geführt. Der Erinnerungszeitraum erstreckt sich von ca. 1900 bis 1970. Die Gespräche dokumentieren beinahe ein Jahrhundert schweizerische Sozialgeschichte aus der Perspektive einer mehrheitlich benachteiligten Gesellschaftsschicht. Die Kurzporträts illustrieren auch die ärmlichen Lebensbedingungen, in denen viele Schweizerinnen und Schweizer noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein lebten. Anlässlich des Erscheinens des Buchs »Versorgt und vergessen – Ehemalige Verdingkinder erzählen« führen Loretta Seglias und Marco Leuenberger (Hrsg.), Heiko Haumann (Autor, Professor für Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte), sowie Betroffene ein Gespräch; Moderation Ueli Mäder (Autor, Professor für Soziologie).

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